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Hält die Roboterchirurgie, was sie verspricht?
Author(s) -
F Pugin,
P Bucher,
N Buchs,
F Volonté,
M Hagen,
P Morel
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07710
Subject(s) - humanities , art
Mit den Arbeiten von Kelling (1901) und Jacobeus (1911), die bereits die grundlegenden Prinzipien definiert haben, reicht die Geschichte der endoskopischen Chirurgie bis an den Anfang des letzten Jahrhunderts zurück. Es sollte dann bis 1969 dauern, bis sich mit dem Erscheinen des CCD (Charge-coupled Device oder ladungsgekoppelten Bauteils) die minimal-invasive Chirurgie richtig entwickeln konnte. Dank diesen an das Endoskop gekoppelten Sensoren wird sichtbares Licht in ein analoges Signal umgewandelt, das verstärkt, digitalisiert und bearbeitet werden kann, so dass ein digitales, auf dem Bildschirm sichtbares Bild entsteht. In der Folge sollte sich im Laufe der 1970er Jahre die video-laparoskopische Chirurgie im Bereich der gynäkologischen Chirurgie rasch verbreiten, Ende der 1980er Jahre dann, nach den durch Eric Mühe 1985 und Philippe Mouret 1987 durchgeführten Cholezystektomien, auch in der Chirurgie der Verdauungsorgane. Heute erweitert sich das Spektrum der laparoskopischen Eingriffe ständig, und die Vorteile gegenüber der offenen Chirurgie bezüglich Hospitalisationsdauer, parietaler Komplikationen, postoperativer Schmerzen, kosmetischer Resultate und rascherer Rückkehr zur gewohnten Tätigkeit sind eindeutig nachgewiesen. Allerdings braucht es eine spezielle Ausbildung, um sich die für diese Technik und deren Grenzen nötigen Kompetenzen anzueignen. Der Chirurg hat die Kontrolle über die Sicht auf das Operationsfeld nicht mehr selbst in der Hand, das Bild erscheint zweidimensional (2-D) auf dem Bildschirm, die Sicht der Tiefendimension fehlt. Überdies weisen die verwendeten Instrumente nur vier Freiheitsgrade auf, der Eintrittspunkt ist fix. Dadurch entsteht ein Hebeleffekt, der die Bewegungsamplitude verstärkt, was die Präzision der Bewegungen des Operateurs vermindert und den physiologischen Tremor verstärkt. Somit hat die laparoskopische Methode ihre spezifischen Grenzen. Durch die Zwischenschaltung eines (informatisierten und elektromechanischen) Interface werden sowohl Bewegung des Chirurgen wie Bild digitalisiert und dann bearbeitet und optimiert. Ziel dieser Übersicht ist es zu zeigen, wie die Roboterchirurgie zur Überwindung der der laparoskopischen Chirurgie eigenen Grenzen beitragen kann, und deren Resultate zu analysieren.

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