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DRESS (Drug Rash with Eosinophilia and Systemic Symptoms)
Author(s) -
WJ Pichler,
Thomas Wendland,
Oliver Hausmann,
Benno Schnyder,
Michael Fricker,
C Pichler,
Arthur Helbling
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07693
Subject(s) - eosinophilia , rash , dermatology , drug , medicine , immunology , pharmacology
DRESS (Drug Rash with Eosinophilia and Systemic Symptoms), auch DiHS (Drug-induced Hypersensitivity Syndrome) genannt, ist eine Systemerkrankung, welche durch eine immunologische Reaktion auf vereinzelte Medikamente ausgelost werden kann [1–4]. Es resultiert eine oft eosinophilenreiche Entzundungsreaktion in verschiedenen Organen. Da die initialen Symptome (Fieber, Exanthem, Lymphknotenschwellungen, Hepatitis) an virale oder schwere autoimmune Erkrankungen erinnern, oft erst nach wochenlanger zunachst gut tolerierter Therapie auftreten und das Krankheitsbild selten ist (wahrscheinlich ca. 150–200 Falle pro Jahr in der Schweiz), verzogert sich die korrekte Diagnose in vielen Fallen. Die Komplexitat des Krankheitsbildes zeigt sich auch in seinen vielen Namen. Ursprunglich als Drug Hypersensitivity Syndrome (DHS) benannt, wurde es spater als DRESS bezeichnet; japanischen Forscher nannten es Drug-induced Hypersensitivity Syndrome (DiHS), und andere verwenden den Namen Anticonvulsant Hypersensitivity Syndrome (Tab. 1 p) [1–6]. Im Folgenden beschranken wir uns auf den Namen DRESS, obwohl dieser Name zu Recht etwas umstritten ist, da ein Leitsymptom, die Eosinophilie, nur in ca. 70% der Falle vorhanden ist und bei einigen Medikamenten (Lamotrigin, Abacavir) kaum auftritt. Andererseits ist die zum Teil massive Eosinophilie ein sehr diskriminierendes Symptom und hilfreich, DRESS von anderen Erkrankungen abzugrenzen. DRESS wird hautsachlich nur von relativ wenigen Medikamenten ausgelost (Tab. 2 p). Es handelt sich um Antikonvulsiva (Phenytoin, Carbamazepin, Lamotrigin), sulfonamidhaltige Substanzen wie Dapson, Sulfasalazin (wegen der Sulfapyridin-Komponente) und Sulfamethoxazol sowie um Allopurinol, Minocyclin, Abacavir und Nevirapin.

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