Nabelschnurblut-Stammzellspende: Wie ist der heutige Stand?
Author(s) -
AM Wagner,
D Surbek,
G Nicoloso,
T Bart,
R Schwabe,
D Castelli,
C Troeger,
GM Baerlocher
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07631
Subject(s) - philosophy , political science
Zum Zeitpunkt der Geburt befinden sich immer noch viele Stammzellen in der kindlichen Blutzirkulation, der Plazenta und im Nabelschnurblut [3, 4], weil in den letzten Wochen vor der Geburt eine Expansion der Hämatopoiese als Vorbereitung auf die physiologischen Veränderungen nach der Geburt stattfindet. Nabelschnurblut ist deshalb reich an hämatopoietischen Stammzellen. Diese sind multipotent und entsprechen adulten Stammzellen. Sie können sich nach Bedarf in alle blutbildenden und immunologischen Zellen differenzieren. Nabelschnurblut kann nach der Geburt risikound schmerzlos für Mutter und Kind aus der Plazenta und dem Restnabelschnurblut nach Abnabelung gewonnen werden [5, 6]. Die darin enthaltenen hämatopoietischen Stammzellen werden auf verschiedene Parameter wie Infektiosität und Qualität geprüft, kryopräserviert und anschliessend in Nabelschnurblutbanken eingelagert, damit sie für eine spätere Transplantation zur Verfügung stehen. In den letzten Jahren wurden weltweit öffentliche Nabelschnurblutbanken mit Blut anonymer Fremdspender eingerichtet. In der Schweiz bestehen neben den öffentlichen Nabelschnurblutbanken in Basel und Genf gegenwärtig fünf Entnahmezentren in den Universitätsspitälern Basel, Bern, Genf, dem Kantonspital Liestal und dem Blutspendedienst Svizzera italiana in Lugano mit Kooperationspartnern aus dem Tessin. Die Aktivität der Nabelschnurblutbanken wird über die Schweizer Stiftung Blutstammzellen (www.bloodstemcells.ch) koordiniert und mitfinanziert.
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