Weisses Blutbild bei Infektionen
Author(s) -
G Laifer
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07621
Subject(s) - medicine
Die Untersuchung des peripheren Blutbilds wird im klinischen Alltag häufig verordnet, da sie Rückschlüsse über Bildung und Verbrauch der Blutzellen zulässt. Zusammen mit anderen klinischen Daten ist sie ein wesentlicher Bestandteil der Diagnostik, in seltenen Fällen kann sie alleine zur Diagnosestellung führen. Seit der Einführung automatisierter Blutbilder ist der Anteil an mikroskopischen Beurteilungen kontinuierlich zurückgegangen und liegt heute bei unter 15% [1]. Im Vergleich zum mikroskopierten Differentialblutbild ist das automatisierte kostengünstiger (27 versus 15,6 Taxpunkte), deutlich weniger arbeitsintensiv und schneller erhältlich (Turn-around-Zeit im Alltag ca. 2 Stunden versus 30 Minuten). An unserem Spital mit ca. 500 Betten und ca. 20000 stationären Patienten mit 160000 Pflegetagen pro Jahr werden allein bei stationären Patienten ca. 52000 Blutbilder (Hämatogramm II und V) angefertigt, davon 15000 mit einer automatisierten Differenzierung und 2500 mit einer mikroskopischen Beurteilung. Angesichts der Häufigkeit dieser Bestimmung erstaunt es, dass es keine guten prospektiven Daten zur Wertigkeit des weissen Blutbildes in der Differentialdiagnose von Infektionskrankheiten versus nichtinfektiöse inflammatorische Zustände gibt.
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