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Diagnostische Pfade im Krankenhaus
Author(s) -
H Freidank,
T Balmelli,
D Buhl,
W Conrad,
Arnold von Eckardstein,
A Huber,
W Korte,
Philipp von Landenberg,
J Muser,
B Walz
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07605
Subject(s) - computer science
Die für die Schweiz angekündigte landesweite Einführung von DRG bedeutet nicht nur die Umstellung auf ein neues Vergütungssystem nach ökonomischem Aufwand, sondern wird grundlegende Veränderungen mit sich bringen. In allen Ländern, die ein DRG-System eingeführt haben, folgte wenige Jahre später die Einführung von Klinischen Pfaden in den Spitälern. Diagnostische Pfade und Behandlungspfade sind gleichwertige Bestandteile von Klinischen Pfaden. Aus der Bezeichnung DRG (Diagnosis-Related Group) geht bereits hervor, dass die Diagnose einen sehr hohen Stellenwert für die Eingruppierung und die Vergütung hat. Mit labormedizinischen Analysen kann in 60–80% aller Fälle eine Hauptoder Nebendiagnose gestellt, unterstützt, bestätigt oder ausgeschlossen werden. Unter DRG-Bedingungen kommt es entscheidend auf die schnelle und richtige Stellung und Kodierung von Hauptund Nebendiagnosen an – unabdingbare Voraussetzung, um Patienten auf den «richtigen Pfad» zu bringen. Das Labor kann einen wesentlichen Beitrag zur Effizienz leisten. Voraussetzung hierfür ist der gezielte Einsatz der Labordiagnostik. Während heute in vielen Spitälern organbezogene Laborprofile (z.B. Herz-, Leber-, Nierenprofil) verwendet werden, stellen Diagnostische Pfade einen prozessorientierten Ansatz zur Abklärung einer medizinischen Symptomatik dar. Die Arbeitsgruppe DRG der Schweizerischen Gesellschaft für Klinische Chemie (SGKC) wurde 2009 mit dem Ziel gegründet, das Arbeiten unter DRG-Bedingungen in den Laboratorien vorzubereiten. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind erfahrene Labormediziner und Laborleiter aus drei Universitätsspitälern, fünf Kantonsspitälern und zwei privaten Labormedizin-Instituten. Ziele dieser Arbeitsgruppe sind: – Erarbeitung labordiagnostischer Pfade für medizinische Fragestellungen auf der Basis existierender Leitlinien und Empfehlungen; – Verbesserung von klinischen Abläufen und therapeutischen Massnahmen durch effizienten Einsatz von Labormedizin in Diagnostik und Verlaufskontrolle; – Berücksichtigung von wissenschaftlicher Evidenz, analytischer Qualität, schneller Verfügbarkeit und Kosten bei der Auswahl der Laborparameter.

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