Ursachen der Geschlechterdifferenz in der Lebenserwartung
Author(s) -
M Luy
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07594
Subject(s) - medicine
Die unterschiedliche Lebenserwartung von Frauen und Männern gehört zu den am weitesten bekannten demographischen Phänomenen. Generell wird die längere Lebenserwartung der Frauen durch das Zusammenspiel vieler verschiedener Faktoren hervorgerufen, die sich grob in die zwei Kategorien der biologischen und der nicht-biologischen Faktoren unterteilen lassen. Welcher Anteil der Gesamtdifferenz diesen beiden Ursachenkategorien zuzuschreiben und welches Geschlecht stärker für die Unterschiede in der Lebenserwartung verantwortlich ist, sind jedoch bis heute noch weitestgehend ungeklärte Fragen. Die in diesem Beitrag präsentierte Analyse der Lebenserwartung von bayrischer Klosterund westdeutscher Allgemeinbevölkerung verdeutlicht, dass (1.) der grösste Teil der «männlichen Übersterblichkeit» und die Ausweitung der geschlechtsspezifischen Sterblichkeitsunterschiede nicht auf biologische Ursachen zurückzuführen sind und dass (2.) primär die Männer für Ausmass und Entwicklung der Geschlechterdifferenzen in der Lebenserwartung verantwortlich sind.
Accelerating Research
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom
Address
John Eccles HouseRobert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom