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Nova Retard: Bosentan
Author(s) -
R Thurnheer
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07581
Subject(s) - bosentan , retard , medicine , receptor , endothelin receptor , psychiatry
Die pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) ist eine chronische lebensbedrohliche Erkrankung mit einer schlechten Prognose. Historische mittlere Überlebenszeiten wurden mit 2,8 Jahren nach Diagnosestellung angegeben. Endothelin (ET), ein Neuropeptid, welches stark vasokonstringierend wirkt und bei PAH im Plasma erhöht ist, bindet an zwei Rezeptor-Isoformen (A und B) der glatten Gefässmuskulatur. Der duale, gegen beide Endothelin-Rezeptoren gerichtete Antagonist Bosentan1 blockiert diesen Effekt. Das Medikament wurde im November 2001 durch die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA als erstes dieser neuen Klasse zur Behandlung der schweren pulmonal-arteriellen Hypertonie (PAH) (WHO Klassen III und IV) zugelassen. Die damalige Einteilung der PAH in primäre und sekundäre Formen wurde inzwischen revidiert, statt dessen sind heute 6 nosologische Gruppen definiert, wobei die Patienten, an welchen das Medikament primär getestet wurde, der heutigen Gruppe 1 zugeordnet werden. Signifikante Vorteile in Endpunkten wie der 6-MinutenGehstrecke (6MWD), dem Dyspnoescore gemessen anhand der BORG-Skala, der Zeit bis zur klinischen Verschlechterung (gemessen in einer Kombination aus NYHA-Stadien, krankheitsbedingten Hospitalisationen, Erfordernis eines Therapiewechsels, Lungentransplantation und Tod) belegten die Wirksamkeit von Bosentan in einer kleineren und einer grösseren Studie, welche in den Zeitschriften «Lancet» und «New England Journal of Medicine» publiziert wurden [1, 2]. Vergleichsstudien mit bereits verfügbaren Therapien wie Kalziumantagonisten oder Prostazyklin-Analoga lagen damals nicht vor. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung wurde der Einsatz der neuen Substanz zunächst nur in Zusammenarbeit mit interessierten Spezialisten und nach vorgängiger sorgfältiger Diagnostik mittels Rechsherzkatheter-Messung und minutiöser Ursachensuche empfohlen.

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