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Medizinische Folgen der Strahlenexposition, Strahlenkrankheit und deren Behandlung
Author(s) -
J Passweg,
F Forrer,
F Zimmermann,
HW Roser
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07569
Subject(s) - computer science
Strahlung aus radioaktiven Quellen führt am mensch lichen Körper zum komplexen Krankheitsbild der akuten Strahlenkrankheit durch die Destruktion und die Funk tionsstörung unterschiedlichster Gewebe und zu mög lichen dauerhaften Folgen der Strahlenexposition, zur chronischen Strahlenkrankheit mit neurohormonaler Dysregulation, zu Funktionseinschränkungen verschie dener Organsysteme und als Folge genetischer Schäden zu bösartigen Tumoren. Man unterscheidet die Exposition durch direkte Strah leneinwirkung, z.B. Gammastrahlung, durch eine oberflächliche Kontamination mit radioaktiven Sub stanzen und durch die Inkorporation solcher Substan zen. Das klinische Bild ist abhängig von der Dosis und der Dosisleistung, also der Intensität der Strahlung, von der Strahlenqualität und der Art der Strahlung, von der Dauer der Exposition und der betroffenen Körperregion. Aus diesem Grund sind sowohl der zeit liche wie symptomatische Ablauf und die Prognose, vor allem der akuten Strahlenkrankheit, äusserst vari abel. Die Exposition durch stark strahlende Quellen kann lokale Verbrennungen verursachen. Die Toxizität in korporierter Radionuklide ist schwierig abzuschätzen und hängt stark von der Substanz (z.B. Jod131 rei chert sich in der Schilddrüse an) und der Halbwerts zeit ab. Die Literatur zu den Folgen der Strahlenexpo sitionen ist nicht sehr umfangreich und stammt hauptsächlich aus den Nachkontrollen der Überleben den der Kernwaffenexplosionen in Japan im Jahre 1945, den Beobachtungen nach Unfällen in Kernreak toren und Exposition durch andere, auch medizi nisch eingesetzte Strahlenquellen. Gute Daten gibt es zur Toxizität der Ganzkörperbestrahlung bei hämato poetischer Stammzelltransplantation. Dort werden Dosen von 2000 bis 12000 mSv verwendet. Diese Be handlungen kommen einer Exposition des gesamten Körpers im Rahmen von Strahlenunfällen noch am nächsten, wobei aber zu beachten ist, dass die klini sche Realität eines mit einer kontrollierten Rate und unter definierten Bedingungen bestrahlten Patienten oft eine andere ist als die einer Person mit akzidenteller Exposition. Dies erklärt möglicherweise auch, wieso die Behandlungsresultate nach akzidenteller Bestrah lung durchwegs schlechter sind als nach therapeuti scher Bestrahlung, auch bei abgeschätzt äquivalenter absorbierter Dosis. Messung der Strahlendosis

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