«Return-to-play»: Commotiomanagement von Kindern und Jugendlichen im Sport
Author(s) -
D MarxBerger,
J Laimbacher,
W Kistler
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07530
Subject(s) - psychology
Sportler im Kindesund Jugendalter sind aufgrund des sich noch entwickelnden Gehirns und der vermuteten grösseren Empfindlichkeit des Gehirns eine besondere Herausforderung in der medizinischen Betreuung nach einer Commotio. Noch vor zehn Jahren durften Sportler nach einer leichten Commotio am selben Tag wieder trainieren oder am Wettkampf teilnehmen. Seither wird vor allem in den USA aufgrund der dort viel häufiger betriebenen Risikosportarten wie American Football, Eishockey und Rugby das Thema in der Laienund Fachpresse viel diskutiert. Wichtige Diskussionspunkte sind dabei die Prävention, das Management der Akutphase, «Return-to-play»-Richtlinien und das Risiko für Langzeitkomplikationen. 20% der traumatischen Hirnverletzungen, welche mit Bewusstseinsverlust einhergehen, passieren während sportlicher Aktivität [1]. Studien bei Kindern und Jugendlichen lassen vermuten, dass 26% der geschlossenen Kopfverletzungen durch Unfälle während des Sports hervorgerufen werden [2], diese Zahlen jedoch eher unterschätzt werden, da viele Gehirnerschütterungen nicht als solche diagnostiziert werden, wenn keine medizinische Konsultation erfolgt [3]. In der Schweiz betrieben im Jahr 2009 443527 Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 20 Jahren Sport, organisiert in Vereinen (Angaben des Bundesamts für Sport BASPO). Viele Gehirnerschütterungen passieren aber während des Schulunterrichts, beim Spiel in der Freizeit und im Strassenverkehr, und für diese Patienten gelten selbstverständlich die gleichen Richtlinien wie für die während des Sports erlittenen Gehirnerschütterungen. Mädchen sollen im sportartspezifischen Vergleich eine höhere Inzidenz für Gehirnerschütterungen haben als Knaben. Die genauen Gründe sind unklar. Eine Vermutung ist, dass Mädchen schwächere Nackenmuskeln haben als Jungen. Eine andere Theorie ist, dass Knaben ihre Symptome seltener äussern, weil sie befürchten, ein Wettkampfverbot zu bekommen.
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