DNA-Methylierung und Kolonkarzinomscreening
Author(s) -
B Misselwitz,
AnnKristin Becker,
Peter Bauerfeind,
SR Vavricka
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07428
Subject(s) - microbiology and biotechnology , chemistry , biology
Kolonkarzinome sind häufige und häufig tödliche Tumoren. Kolonkarzinomscreening kann die Sterblichkeit des Kolonkarzinoms reduzieren. Es gibt effektive Screeningmethoden, mit denen Kolonkarzinome nachgewiesen werden können. Gastroenterologen favorisieren insbesondere die Koloskopie, weil dabei ebenfalls Krebsvorstufen erkannt und behandelt werden können. Leider werden die verfügbaren Screeningmöglichkeiten nur von einer Minderheit der in Frage kommenden Patienten in Anspruch genommen. Ein neuer und innovativer Test, der Septin9-Test, misst in einer Blutprobe die Methylierung des Septin9-Promotors. So kann mit einer ca. 70%igen Sensitivität und ca. 90%igen Spezifität ein Kolonkarzinom entdeckt werden. Wegen dieser niedrigen Sensitivität und der Unfähigkeit, Karzinomvorstufen zu erkennen, eignet sich der Test jedoch nicht zum Ausschluss und nicht zur Prävention eines Kolonkarzinoms. Der Septin9-Test sollte daher ausschliesslich bei asymptomatischen Patienten ohne familiäres Risiko angewendet werden, die trotz guter Aufklärung eine primäre Screeningkoloskopie ablehnen, aber diese durchführen lassen würden, wenn der Test positiv wäre. Hausärzte haben weiterhin für eine patientennahe und kosteneffektive Durchführung des Kolonkarzinomscreenings eine besondere Verantwortung.
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