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Nicht-alkoholische Fettleber und Steatohepatitis
Author(s) -
Christine Bernsmeier,
Markus H. Heim
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07418
Subject(s) - steatohepatitis , medicine , fatty liver , disease
Bei der Nichtalkoholischen Fettlebererkrankung unterscheidet man zwei Formen: die «Nonalcoholic Fatty Liver Disease» (NAFLD) (Abb. 1A x), gekennzeichnet durch die reine übermässige Steatose des Lebergewebes (Verfettung von >5% der Hepatozyten), es liegen weder Entzündung noch Fibrose vor. Bei der «Nonalcoholic Steatohepatitis» (NASH) (Abb. 1B x) liegt neben der Steatose auch eine Entzündung des Lebergewebes vor mit oder ohne Fibrose. Eine Unterscheidung von NAFLD und NASH ist nur histologisch möglich. Andererseits ist die Abgrenzung zur Alkoholischen Steatohepatitis (ASH) (Abb. 1C x) nur durch die Erhebung der Alkoholanamnese möglich, da die Erkrankungen NASH und ASH sich histologisch identisch präsentieren. Eine NAFLD/NASH besteht per definitionem dann, wenn anamnestisch glaubhaft kein oder ein nur geringer täglicher Alkoholkonsum von <20 g/d bei Frauen und <30 g/d bei Männern vorliegt [1]. Eine Steatosis hepatis kann auch spezifische «nicht-alkoholische» Ursachen haben. Die «Virus-associated steatohepatitis» (VASH) kommt bei Virushepatitiden, typischerweise bei der chronischen Hepatitis C mit Genotyp 3, vor. Chemotherapeutika können zur sogenannten «Chemotherapy-associated steatohepatitis» (CASH) führen, die bei bis zu 85% der Patienten nach systemischer Chemotherapie beobachtet wird. Weiterhin führen Hormone und Hormon-modulierende Therapien, v.a. Tamoxifen, sowie andere Medikamente (HAART, Methotrexat, Amiodaron u.a.) zur Medikamenten-assoziierten Steatosis hepatis. Selten sind angeborene Enzymdefekte, die ebenfalls zur Steatosis hepatis führen können (z.B. Gykogenosen). Zudem kann die NAFLD/NASH auch gleichzeitig mit anderen chronischen Hepatopathien vorliegen, was laborchemisch und histologisch differenziert werden kann.

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