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Neuroradiologie: ein Key-Player in der Abklärung und Behandlung des Schlaganfalls
Author(s) -
A. Valavanis
Publication year - 2011
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2011.07408
Subject(s) - psychology
Der Schlaganfall ist eine epidemiologisch hochrelevante akute Erkrankung des Gehirns, welche mit einer signifikanten Morbiditätsund Mortalitätsrate verknüpft ist. In der Schweiz erleiden jährlich ca. 15000 Menschen einen Schlaganfall. Bei ca. 2500 (15%) davon handelt es sich um einen hämorrhagischen Schlaganfall, welcher durch eine intrazerebrale oder Subarachnoidalblutung verursacht wird. Die restlichen 12500 von einem Schlaganfall betroffenen Menschen, also mit 85% die überwiegende Mehrheit, erleiden einen ischämischen Schlaganfall, welcher durch einen lokal thrombotischen oder embolischen Verschluss eines oder auch mehrerer Hirnarterien verursacht wird. Der Schlaganfall stellt nach dem Herzinfarkt und den Malignomen die dritthäufigste Todesursache dar und ist eine der häufigsten Ursachen für eine bleibende Invalidität. Angesichts dieser epidemiologisch hochsignifikanten und prognostisch ungünstigen Daten stehen seit längerer Zeit die Erforschung der Pathophysiologie, die Verbesserung der Sensitivität und Spezifität der neurodiagnostischen, besonders der bildgebenden Verfahren sowie die Weiterentwicklung von wirksameren Behandlungsmethoden im Zentrum des Interesses der klinischen wie auch der damit translational verbundenen Grundlagen-Neurowissenschaften. Dabei hat im Verlauf des zu Ende gehenden Jahrzehnts die Neuroradiologie dank konzeptioneller Fortschritte und technischer Innovationen sowohl in der Akutdiagnostik wie auch in der notfallmässigen Behandlung des Schlaganfalls eine Schlüsselposition im interdisziplinär angelegten Gefüge der klinischen Neurowissenschaften erlangt. Im vergangenen Jahrzehnt wurden dank der translational angelegten Stroke-Forschung sowie durch konsequente Systematisierung und Standardisierung der klinischen Abklärungsund Behandlungskonzepte Fortschritte erzielt, die sich in einem gegenüber früher verbesserten Outcome niederzuschlagen beginnen. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen: – Konsens über die Notwendigkeit der Errichtung von Stroke Units, welche die kontinuierliche Überwachung der Vitalparameter, die durch ein interdisziplinäres Team geleitete Durchführung eines standardisierten Abklärungsund Behandlungsprotokolls und den frühen Beginn der rehabilitativen Massnahmen gewährleisten; – Einführung einer standardisierten, multimodalen Stroke-spezifischen Bildgebung, welche ohne Qualitätseinbusse innerhalb eines definierten, kurzen Zeitintervalls erfolgt; – Weiterentwicklung der intraarteriellen Lysetherapie durch Einführung neuer endovaskulärer Verfahren; – Konsens über die Bedeutung der Frührehabilitation. Daraus wird u.a. die zentrale Rolle, welche die diagnostische und interventionelle Neuroradiologie innerhalb des interdisziplinären Gefüges des Stroke-Managements einnimmt, ersichtlich.

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