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Ataxie, Dysarthrie und Neuropathie durch Metronidazol
Author(s) -
S Kainz,
S Häfelfinger,
T Böhm,
R Jeker
Publication year - 2010
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2010.07334
Subject(s) - medicine
Anamnese Eine 70-jährige Patientin wurde uns wegen einer Dysarthrie und einer Gangstörung notfallmässig zugewiesen. Sie berichtete über eine seit 5 bis 6 Wochen langsam progrediente Gangunsicherheit, so dass sie sich zuletzt nicht mehr allein aus dem Haus wagte. Zwei Wochen vor Eintritt kamen Gefühlsstörungen und Kribbeln der Zehen, Füsse und Fingerspitzen hinzu. Seit wenigen Tagen bemerkte sie zusätzlich Schwierigkeiten beim Sprechen und beklagte eine ausgeprägte Übelkeit mit Erbrechen. Drei Monate zuvor wurde ein vaskuläres Leiomyosarkom der Vena cava inferior R0 reseziert und mit einer PTFE-(Polytetrafluorethylen-)Prothese versorgt. Wegen zwei Nachblutungen mit operativen Revisionen kam es zu einer Hämatominfektion mit Bacteroidesspezies. Deshalb wurde eine resistenzgerechte antibiotische Therapie mit Metronidazol (3 x 500 mg/Tag) und Ciprofloxazin (2 x 500 mg/Tag) eingeleitet. In der persönlichen Anamnese war eine koronare Herzkrankheit und eine arterielle Hypertonie, therapiert mit Phenoprocoumon, Simvastatin, Atenolol, Hydrochlorothiazid und Kalium, erwähnenswert.

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