Essen wir zu sauer?
Author(s) -
S Jehle,
R Krapf
Publication year - 2010
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2010.07099
Subject(s) - political science
Eine Diät, die an tierischen Eiweissen und Weizenmehl reich ist, erhöht die Säurebelastung im Körper. So produ ziert die Leber bei einer typisch schweizerischen Diät 50 bis 100 mmol Säure (Protonen) pro Tag. Den gröss ten Anteil dieser Säurebelastung scheiden die Nieren aus. Es gibt jedoch Hinweise, dass zur Neutralisierung dieser Säurebelastung auch Basenstoffe (darunter Kal zium) aus den Knochen herausgelöst werden. Das führt zu einer Verminderung der Knochenmasse und erhöht die Frakturneigung. Zusätzlich hemmt eine solche Säurebelastung auch die Osteoblasten und stimuliert die Osteoklastenaktivität. In der Folge ist die Knochenmasse reduziert. Man nimmt auch an, dass die Säurebelastung den alters abhängigen Abbau der Muskelmasse und der Muskel kraft beschleunigt. Weitere Effekte der Säurebelastung werden auf den Blutdruck und die Gefässalterung (Arteriosklerose) vermutet. Ähnliches gilt für die Menge an konsumiertem Kalium, die in der modernen west lichen Ernährung im historischen Vergleich tief ist. Im Rahmen einer prospektiven kontrollierten Interven tionsstudie bei 161 postmenopausalen Frauen mit Osteo penie konnten wir zeigen, dass die partielle Neutralisie rung dieser Diätinduzierten Säurebelastung (mittels 30 mmol Kaliumzitrat pro Tag) über einen Zeitraum von zwölf Monaten die Knochendichte signifikant erhö hen kann (Abb. 1 x) [1]. Quantitativ war der Effekt vergleichbar mit jenem von ÖstrogenRezeptorModula toren (SERM, Zunahme der Knochendichte um etwa 1,5 Prozent in der lumbalen Wirbelsäule). Zielsetzung
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