Nuklearmedizin: Nanoprobes - size does matter!
Author(s) -
TL Mindt,
M. Todd Walter
Publication year - 2009
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2009.07032
Subject(s) - materials science , nanotechnology
Die Radiopeptid-Therapie mit DOTA-TOC wurde in Basel entwickelt und wird dort seit 1996 durchgefuhrt. DOTA (tetraazacyclododecane tetraacetic acid) ist ein Chelator, der diagnostische und therapeutische radioaktive Metalle binden kann. TOC (Tyr3-octreotide) ist ein Somatostatin-Analogon, das an Tumoren bindet, die Somatostatin-Rezeptoren auf ihrer Zelloberflache exprimieren. Nach intravenoser Applikation bindet das radioaktiv beladene Molekul DOTA-TOC an den Somatostatinrezeptor auf der Zelloberflache, wird in die Zelle aufgenommen und bestrahlt diese. Als gunstiger Nebeneffekt kann zusatzlich auch eine benachbarte Tumorzelle, die durch eine eventuelle Entdifferenzierung bereits den entsprechenden Rezeptor verloren hat, mitbestrahlt werden. Dabei handelt es sich um den sogenannten «Crossfire-Effekt», der eine Steigerung der therapeutischen Effizienz bewirkt. Als weiteren Vorteil des radioaktiven Medikaments lasst sich dessen Verteilung im Korper sowie die Speicherung im Tumor durch die szintigraphische Bildgebung verfolgen (Abb. 1 x). Seit 1996 wurde die DOTA-TOC-Therapie in Basel an mehr als 1500 Patienten durchgefuhrt, und die ersten Langzeitergebnisse zeigen einen Uberlebensvorteil bei Patienten, die auf die Therapie ansprechen [1, 2]. Die DOTA-TOC-Therapie zeigte dabei eine insgesamt gute Vertraglichkeit. Aufgrund seiner geringen Grosse wird DOTA-TOC glomerular filtriert. Durch eine Retention in den Tubuli erfahrt die Niere anschliessend eine ungewunschte Bestrahlung und ist das Dosis-limitierende Organ der Therapie. Als Konsequenz kann die DOTA-TOC-Therapie bei Patienten mit erniedrigter Nierenfunktion nicht durchgefuhrt werden. Eine modifizierte Pharmakokinetik mit geringerer Nierenbelastung jedoch konnte die DOTATOC-Therapie auch bei diesen Patienten erlauben.
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