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Refraktionsanomalien: Wann soll eine Linse implantiert werden?
Author(s) -
R Spirig
Publication year - 2009
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2009.06956
Subject(s) - gynecology , medicine
Die refraktive Chirurgie dient der Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Sie hat sich in den letzten Jahren als wichtiger und nicht mehr wegzudenkender Zweig der Ophthalmochirurgie etabliert. Die Frage lautet nicht mehr, ob refraktive Chirurgie sinnvoll ist oder nicht, sondern welche Augen für welche Methode geeignet sind. Viele Menschen sind nicht mehr gewillt, sich mit dem Tragen von starken Brillen oder Kontaktlinsen abzufinden, sondern betrachten diesen Zustand als Leiden, Krankheit und Invalidisierung. Während man diesen Sachverhalt im tiefen Dioptrienbereich (+2 bis –2 dpt) noch als Wellness-Medizin abtun mag, trifft dies auf den höheren Dioptrienbereich sicher nicht zu. Der Leidensdruck kann im Einzelfall bis zum Suizid führen. Der Dioptrienbereich, der durch Lasermethoden behandelt werden kann, ist auf den unteren und mittleren Dioptrienbereich begrenzt (ca. +3 bis ca. –7 dpt). Den Patienten, die höher fehlsichtig sind und deshalb dem grössten Leidensdruck ausgesetzt sind, kann der Laser keine Hilfe bieten. Umso willkommener ist die Möglichkeit, mit einem andern Verfahren, nämlich der Implantation einer zusätzlichen Linse ins Augeninnere, auch dieser Bevölkerungsgruppe in vielen Fällen helfen zu können. Der damit korrigierbare Bereich ist viel grösser (+10 bis –25 dpt). Die Erfahrungen mit diesen Methoden sind heute so weit gediehen, dass ziemlich genau abschätzbar ist, welche Augen bzw. Patienten für diese Operationen geeignet sind. Das Hauptkriterium für oder gegen einen Eingriff sind die anatomischen Verhältnisse (Platzverhältnisse im Bereich des vorderen Augenabschnitts). Diese müssen vor einem Eingriff genau abgeklärt sein. Das Ziel des Beitrags ist es, einen Überblick über die heutigen Möglichkeiten der refraktiven Chirurgie zu geben, mit besonderem Augenmerk auf die Methode der Implantation einer zusätzlichen Linse ins Augeninnere zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten (Tab. 1p). Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Autor sich seit 1997 auf die Methode der Implantation der an der Iris fixierten ArtisanTM-(ArtiflexTM, VerisyseTM-)Linse spezialisiert hat und vorwiegend diese Methode anwendet.

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