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Meningokokken-Bakteriämie mit Perikardtamponade
Author(s) -
L Zehnder,
F Fleisch,
WH Reinhart
Publication year - 2009
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2009.06856
Subject(s) - computer science
ger wurden im Verlauf als Neisseria meningitidis der Gruppe C identifiziert. Trotz resistenzgerechter antibiotischer Therapie kam es am siebten Hospitalisationstag zu einer klinischen Verschlechterung mit symmetrischen Arthralgien und Tachydyspnoe. Ein Meningismus, lokale neurologische Ausfälle oder petechiale Hautläsionen bestanden zu keinem Zeitpunkt. In der Blutgasanalyse war eine schwere respiratorische Partialinsuffizienz mit einem pO2 von 43 mm Hg ersichtlich; Leukozyten und CRP stiegen wieder an. Konventionellradiologisch erfolgte der Nachweis von ausgedehnten Pleuraergüssen beidseits sowie einer Kardiomegalie (Abb. 1 x). Die Patientin wurde in besorgniserregendem Zustand auf die Intensivstation verlegt. Ein echokardiographisch nachgewiesener, hämodynamisch relevanter Perikarderguss wurde notfallmässig drainiert (550 ml Sekret). Die Punktatanalyse zeigte ein Exsudat mit einem pH von 6,64 und einer Gesamtzellzahl von 1725 Lc/μl, davon 1275 polynukleäre Zellen; die Glukose betrug 3,7 mmol/l. Ein Erreger konnte weder mikroskopisch noch kulturell nachgewiesen werden. In der Folge mussten auch die Pleuraergüsse links und rechts drainiert werden. Wieder wurde ein serosanguinöses Exsudat ohne Erreger nachgewiesen. Aufgrund der beschriebenen Polyserositis wurde am zehnten Hospitalisationstag eine Steroidtherapie (Prednisolon, 1 mg/kg KG) begonnen. Darunter kam es im Verlauf von wenigen Tagen zu einer deutlichen klinischen Besserung (Abb. 2 x). Die Patientin konnte nach einer Woche intensivmedizinischer Betreuung wieder auf die medizinische Normalabteilung verlegt werden. Ceftriaxon wurde für insgesamt 14 Tage, die Steroide wurden ebenfalls für insgesamt zwei Wochen verabreicht, letztere dann schrittweise reduziert. Bei Austritt wurde klinisch noch ein Pleuraund Perikardreiben festgestellt. Gemäss Informationen des Hausarztes trat wenige Wochen nach Absetzen der Kortikosteroide erneut ein leichter Pleuraerguss auf. Echokardiographisch konnte ein Perikarderguss ausgeschlossen werden. Es wurden daher erneut Steroide verabreicht. Danach kam es zur gewünschten vollständigen Regredienz der Pleuritis.

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