Funktionsstörungen nach chirurgischen Eingriffen an Kolon und Rektum
Author(s) -
Pascal Gervaz,
Philippe Morel
Publication year - 2009
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2009.06825
Subject(s) - medicine
Unter anderem besteht die Aufgabe des terminalen Ileums darin, im Rahmen des enterohepatischen Kreislaufs die Gallensalze zu reabsorbieren. Bei chirurgischen Eingriffen am rechten Kolon werden meist auch 10 cm am terminalen Ileum mitentfernt, was trotz Verlust der Bauhin’schen Klappe gut vertragen wird. Wenn allerdings die Ileumresektion über 50 bis 60 cm beträgt, werden die Gallensalze nicht mehr genügend reabsorbiert. Dadurch können im Kolon durch die biliäre Irritation mitunter invalidisierende Durchfälle auftreten. Die Funktion des Kolons besteht im Wesentlichen darin, Bikarbonat und Kalium zu sezernieren und Wasser und NaCl zu reabsorbieren. Das Kolon gewinnt dem Organismus täglich 1,5 L Wasser zurück, so dass sich der Wasserverlust mit dem Stuhl auf lediglich 100 bis 150 ml pro Tag beschränkt. Der tägliche Flüssigkeitsverlust durch eine terminale Ileostomie liegt denn auch stets über einem Liter, während bei distaler Kolostomie fast kein Wasserverlust entsteht. Je länger das resezierte Kolonteilstück ist, desto eher resultieren weiche oder flüssige Stühle. Solange die Sphinkterfunktion intakt ist, wird dies meist gut vertragen. Das Rektum dient als Reservoir. Durch seine Dehnbarkeit ermöglicht es uns, die Stuhlentleerung hinauszuschieben. Der Druck im Inneren des Rektums nimmt nur geringfügig zu, und der Druck der Sphinkteren bleibt höher als der durch den Stuhl in der Ampulla recti hervorgerufene Druck (Abb. 1x), womit die Kontinenz geCURR I CULUM
Accelerating Research
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom
Address
John Eccles HouseRobert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom