Migranten empfinden Schmerzen anders
Author(s) -
M Sleptsova,
B Wössmer,
W Langewitz
Publication year - 2009
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2009.06803
Subject(s) - political science , psychology
Im Rahmen einer randomisierten und kontrollierten Studie haben wir über einen Zeitraum von vier Jahren an insgesamt 116 Patienten (25x 1,5 Stunden) die Wirksamkeit eines speziellen Therapieprogramms für Migranten evaluiert (Tab. 1p). Es handelte sich dabei um eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlung, die mit physiotherapeutischen Elementen kombiniert wurde. Die Probanden in einer Kontrollgruppe erhielten nur eine aktivierende Physiotherapie. An der Studie teilnehmen konnten Menschen, die in erster Generation aus der Türkei in die Schweiz eingewandert waren. Ausserdem mussten sie während mindestens sechs Monaten an chronischen Schmerzen gelitten haben, für die es keine ausreichende biologische Ursache gab und die sich auf das muskuloskelettale System beschränkten. Zu Beginn der Studie, kurz nach der Intervention und ein Jahr später wurden mit den Studienteilnehmern semistrukturierte Interviews zur Schmerzanamnese sowie zur Erfassung ihrer psychosozialen Situation und ihrer Migrationsgeschichte durchgeführt. Mit Hilfe von Fragebogen in türkischer Sprache wurden psychologische Daten erhoben: SF-36, General Health Questionnaire und Pain Disability Index. Eine Besonderheit der Studie bestand darin, dass alle Studienteilnehmer während fünf Tagen vor und Hintergrund
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