Das Eisenmangelsyndrom: ein Streit, der nicht sein muss
Author(s) -
D Brügger
Publication year - 2008
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2008.06649
Subject(s) - philosophy
Vergessen ging in der Meinungsäusserung des Editorials die häufige Ursache leerer Eisenspeicher bei fertilen Frauen, bedingt durch den sich kumulierenden Blutverlust von Menstruation und Blutspende. Erst wenn die Blutspende anamnestisch ausgeschlossen ist, dann ist der erste Schritt der Therapie – falls möglich – die Elimination der Ursache des Eisenmangels, also die Reduktion des MBL z.B. mit der Mirena®, bei welcher die Diagnose «idiopathische Hypermenorrhoe» als Limitatio in der Speziali tätenliste aufgeführt ist. Die persistierenden 9% Frauen mit Ferritinwerten <50 trotz Langzeit-IUS veranschaulichen, dass ein Auffüllen der Eisenspeicher mit z.B. einmalig Ferinject® gar keine schlechte Idee ist. Und wenn im Verlauf diese therapierten und Fe-substituierten Frauen erneut tiefe Ferritinwerte aufweisen, sind weitere Abklärungen zum Ausschluss beispielsweise einer Sprue indiziert.
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