Kokainabusus. Bedeutung für die Notfallmedizin.
Author(s) -
M Bodmer,
M Nemec,
A Scholer,
R Bingisser
Publication year - 2008
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2008.06537
Subject(s) - medicine , political science
Coca-Blätter von einheimischen Minenarbeitern zur Bekämpfung von Hunger und Müdigkeit gebraucht. Bald folgten die ersten medizinischen Anwendungen als Lokalanästhetikum im westlichen Europa. Zwischen 1854 und 1862 wurde Kokain durch verschiedene Forscher aus Blättern des Kokastrauchs (Erythroxylon coca) extrahiert. Neben dem Einsatz als Lokalanästhetikum wurde in verstärktem Mass die antreibende und euphori sierende Wirkung des Kokains geschätzt. Erste Berichte von Abhängigkeit betrafen so berühmte Leute wie den Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle um 1890. 1896 wurde durch den Apotheker Pemberton in Georgia der Coca-Cola-Sirup (eine Mixtur mit Extrakten der afrikanischen Kolanuss und von Kokablättern) für leicht ermüdbare ältere Leute auf den Markt gebracht. Im frühen 20. Jahrhundertnahm der Missbrauch von Kokain in Nordamerika derart dramatische Ausmasse an, dass der amerikanische Präsident Taft 1913 Kokain zum Staatsfeind Nummer 1 erklärte [1, 2].
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