Gesundheit des Bewegungsapparats in der hausärztlichen Praxis
Author(s) -
AE Stuck
Publication year - 2008
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2008.06454
Subject(s) - humanities , philosophy
Insgesamt behandeln 26 Forschungsprojekte Fragen, wie sie sich in der Hausarztpraxis stellen: Welches sind Risikofaktoren von Rückenschmerzen? Wie kann die Entstehung von chronischen Schmerzen vermieden werden? Welche Formen von Physiotherapie sind bei Rückenproblemen besonders wirksam? Wie kann die Betreuung von Migranten mit rheumatischen Beschwerden verbessert werden? Wie sind verschiedene Medikamente gegen Arthroseschmerzen hinsichtlich Wirkung und Nebenwirkungen miteinander zu vergleichen? Um diesen Praxistransfer zu erleichtern, werden die Ergebnisse der NFP-53-Projekte dieses und nächstes Jahr im Swiss Medical Forum präsentiert. Wir haben die Forschenden gebeten, neben ihren internationalen Journalpublikationen einen kurzen Text für die Praxis zu verfassen. Jedes Projekt beschreibt auf zwei Seiten den Hinter grund des Forschungsthemas, die Untersuchung selbst und wesentliche Schlussfolgerungen für die Praxis. Relevante Literaturangaben sind für die Leserschaft aufgeführt. Zum Abschluss des Programms im Jahre 2009 wird ein Sammelband mit allen SMF-Beiträgen und einer Synthese erscheinen, so dass die Praxisrelevanz der Forschung umfassend dargelegt werden kann. In diesem Heft macht eines der 26 Projekte den Anfang (Seite 275). Es wurde vom Institut für Sozialund Präventivmedizin der Universität Bern durchgeführt und analysierte den Verlauf muskuloskelettaler Schmerzen aus Patientensicht. Dafür haben die Forschenden mit einem Netzwerk von Hausärzten zusammengearbeitet [1]. Mit den Beiträgen im SMF möchten wir zum Dialog zwischen Forschung und Praxis beitragen. Wir sind überzeugt, dass die Praxisrelevanz des NFP 53 gross ist. Denn bereits heute zeichnet sich ab, dass einige Projekte zu neuen Diagnoseund Therapieansätzen führen werden, andere wieder um zeigen fehlende Wirksamkeit von vermeintlich guten Therapien auf. Zum Dialog gehört aber auch, dass wir bereit sind, Anregungen aus der Praxis für die Forschung aufzunehmen. In diesem Sinne möchten wir Sie ermuntern, mit uns und den Forschenden die Ergebnisse des Nationalen Forschungsprogrammes zu diskutieren [2]. Rückenschmerzen, rheumatische Beschwerden, Bandscheibenvorfälle, Arthrosen oder Osteoporose – alle Ärzte wissen um die Bedeutung musku loskelettaler Beschwerden im Praxisalltag. Tat sächlich ist jede dritte Konsultation in einer Schweizer Arztpraxis auf Beschwerden des Bewegungsapparats zurückzuführen. Ihr Stellenwert ist damit sowohl für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung als auch hinsichtlich der Gesundheitsund Invaliditätskosten zentral. Dies sind wichtige Gründe, weshalb der Bundesrat vor fünf Jahren das Nationale Forschungsprogramm 53 (NFP 53, www.nfp53.ch) zum Bewegungsapparat und zu chronischen Schmerzen lanciert hat. Ein zentrales Ziel des NFP 53 ist, wissenschaftliche Grundlagen zu erarbeiten, um mittelund langfristig die muskuloskelettale Gesundheit der Schweizer Bevölkerung zu verbessern. Dies kann nur gelingen, wenn die Resultate des NFP bei den relevanten Ansprechgruppen bekannt und, wo möglich, auch in der Praxis angewandt werden. Die Leitungsgruppe des NFP 53 ist der Meinung, dass die Ärzte der Grundversorgung hier eine zentrale Funktion einnehmen: Sie verfügen über jenen Kontakt zu ihren Patienten, der es erlaubt, Risiken frühzeitig zu erkennen und präventiv zu wirken; aber auch Krankheiten zu diagnostizieren und die richtigen Therapien einzuleiten.
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