Monoklonale Antikörper als therapeutische Substanzen
Author(s) -
AF Ochsenbein
Publication year - 2008
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2008.06415
Subject(s) - medicine
Das therapeutische Potential von Antikörpern als «magic bullets» wurde von Paul Ehrlich bereits 1908 beschrieben. 1975 gelang Köhler und Milstein die Herstellung von monoklonalen Antikörpern mit der Hybridomtechnik. Während der letzten 25 Jahre wurde es durch die Etablierung zellund molekularbiologischer Techniken möglich, unlimitierte Mengen von murinen, chimären und humanisierten monoklonalen Antikörpern für die klinische Anwendung zu produzieren. Diese fanden Anwendung in der Forschung, der Diagnostik und der Therapie. In den ersten therapeutischen Anwendungen wurden monoklonale Antikörper verwendet, die in Mäusen produziert wurden (murine Antikörper). Die Injektion von murinen Antikörpern löste jedoch eine Immunreaktion aus und führte zur Bildung von Mensch-Anti-Maus-Antikörpern (Human AntiMouse Antibodies, HAMA). Die Entdeckung der genetischen Basis für die Antikörperdiversität und die rekombinante DNA-Biotechnologie machten es möglich, Maus-Antikörper in partiell humanisierte Formen zu bringen. Chimäre, humanisierte oder sogar vollständig humane monoklonale Antikörper sind weniger immunogen und induzieren in der therapeutischen Anwendung nur mit einer geringen Inzidenz Anti-Immunglobulin-Antikörper. Dadurch können diese Antikörper über einen längeren Zeitraum repetitiv angewendet werden. Dies führte in den letzten Jahren zur Etablierung monoklonaler Antikörper in der Therapie von Krebserkrankungen, rheumatischen Erkrankungen, Autoimmunität und Transplantatabstossung.
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