z-logo
open-access-imgOpen Access
Home, sweet home die Betreuung des Patienten mit venöser Thromboembolie zu Hause
Author(s) -
Drahomir Aujesky,
V Briner
Publication year - 2008
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2008.06375
Subject(s) - ven , art , humanities
Die venöse thromboembolische Erkrankung, das heisst eine tiefe Venenthrombose und/oder eine Lungenembolie, isteinhäufigesundpotentiell tödliches Leiden. Bisher bildeten Bettruhe und intravenöses unfraktioniertes Heparin während fünf bis zehn Tagen die Hauptelemente der Initialbehandlung, gefolgt von einer oralen Anti-Vitamin-K-Behandlung während mindestens drei Monaten. Zwar ist die Behandlung mit unfraktioniertem Heparin intravenös zweifellos wirksam, sie ist aber kompliziert und erfordert eine Kontrolle der antikoagulativen Wirkung mittels aPTT mit entsprechenden Dosisanpassungen, um eine optimale Wirkung bei möglichst geringem Therapierisiko zu erreichen. So war es fast unmöglich, Patienten mit venöser thromboembolischer Erkrankung ausserhalb des Spitals zu behandeln. In den 90er Jahren wurden die niedermolekularen Heparine verfügbar. Zahlreiche randomisierte Studien sowie ökonomische Analysen haben gezeigt, dass sie bei der Initialbehandlung der venösen thromboembolischen Erkrankung nicht nur ebenso wirksam sind wie intravenöses unfraktioniertes Heparin, sondern auch ein günstigeres Kosten-Nutzen-Verhältniszeigen.Überdiesgenügt bei niedermolekularen Heparinen, dank der längeren Halbwertszeit und der besser voraussehbaren antikoagulativen Wirkung, eine subkutane Injektion einbis zweimal täglich, ohne dass eine Kontrolle der Blutgerinnungsparameter notwendigwäre.WeildieBehandlung soviel einfachergeworden ist und zudem die Injektionen des niedermolekularen Heparins durch den Patienten selbst oder dessen Angehörige durchgeführt werden können, ist es nun praktisch möglich geworden, die Behandlung der venösen thromboembolischen Krankheit auch ambulant durchzuführen. Mögliche Therapieschemata für die ambulante Therapie sind Fondaparinux s.c. einmal täglich einerseits oder – wie kürzlich in einer randomisierten klinischen Studie gezeigt werden konnte – unfraktioniertes Heparin (Bolus von 333 IU/kg, gefolgt von 250 IU/kg zweimal täglich) per subkutane Injektion ohne Kontrolle des aPTT andererseits [1]. Diese zweite Möglichkeit stellt vor allem bei schwerer Niereninsuffizienz, einer relativen Kontraindikation gegen niedermolekulares Heparin und Fondaparinux eine therapeutische Alternative dar, wobei hierfür die Unterstützung durch eine Spitex-Krankenschwester nötig ist. Ambulante Behandlung der tiefen Venenthrombose

The content you want is available to Zendy users.

Already have an account? Click here to sign in.
Having issues? You can contact us here
Accelerating Research

Address

John Eccles House
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom