Alles immer «Fast-Track»?
Author(s) -
WH Reinhart
Publication year - 2007
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2007.06367
Subject(s) - track (disk drive) , fast track , computer science , operating system , biology , bioinformatics
Die Menschheit war schon immer bestrebt, Abläufe zu beschleunigen. Gut sichtbar ist dies beim Essen, wo Fertigprodukte, «Instant Coffee», «Quick Soup», «Fast Food» und andere amerikanische Errungenschaffen längst Einzug gehalten haben. Die grössten Fortschritte hat wahrscheinlich die Kommunikation gemacht. Wenn es früher einen Meldeläufer brauchte, der die Siegesnachricht von Marathon zu Fuss nach Athen überbrachte und anschliessend darob verstarb, so kann man heute dank Television jederzeit an vorderster Kriegsfront dabei sein, sofern es die entsprechende Regierung für opportun hält. Dank kleiner Kameras in Mobiltelephonen kann jede erdenkliche Szene erfasst, versendet oder über das weltweite Netz verbreitet werden. Briefe wurden weitgehend durch E-Mails und SMS ersetzt. Wer hat noch Zeit, ganze Romane oder wissenschaftliche Arbeiten integral zu lesen? Angesichts der Informationsflut ist es verständlich, dass wir Fachzeitschriften meist nur noch quer lesen,nurnochdasAbstractüberfliegen, jaeigentlich nur den letzten Satz der «Conclusions» lesen, oft auch «The Clinical Bottom Line» genannt. «Fast-Track» in der Kommunikation. Uns fehlt die Zeit, all dies zu verdauen. Wir finden kaum mehr Zeit, etwas zu überdenken oder darüber zu schlafen. Rasche elektronische Kommunikation sucht auch eine rasche Antwort.
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