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Sorgen mit den Glitazonen
Author(s) -
B Felix,
R Krapf
Publication year - 2007
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2007.06252
Subject(s) - political science
und qualitativ hochstehende klinische Studie nicht ersetzen. Im Moment sollte man also die Resultate der erwähnten Metaanalyse als bedenkenswert, nicht aber als konklusiv ansehen. Diese spezifische Frage («Rosiglitazon und kardiovaskuläres Risiko») wird in der laufenden RECORD-Studie untersucht, und erst wenn deren Resultate vorliegen, dürften sich entsprechende Empfehlungen ableiten lassen. In der Zwischenzeit sollten die Glitazone ihren wichtigen Platz in der Diabetestherapie behalten. Wir denken dabei vor allem an jene Patienten, die ältere Antidiabetika (Sulfonylharnstoffe und namentlich Metformin) schlecht tolerieren und eine ausgeprägte Insulinresistenz aufweisen. Besser belegt als die Häufung akuter kardiovaskulärer Ereignisse ist die durch Glitazone ausgelöste Herzinsuffizienz, deren Prävalenz ungefähr 1% aller Patienten pro Behandlungsjahr beträgt. Da Glitazone aber weder in vitro noch in vivo kardiotoxisch sind, dürften solche Fälle von Herzinsuffizienz die Folge einer chronischen Volumenüberlastung sein. Durch die Überwindung der Insulinresistenz kann bei den betreffenden Patienten das Insulin im Nierentubulus seine natriumretinierende Wirkung voll entfalten. In aller Regel sollte der behandelnde Arzt die Entwicklung einer solchen Volumenüberlastung wohl durch sorgfältige Kontrollen und allenfalls durch eine konkomittierende diuretische Therapie zu verhindern wissen. Während bezüglich der kardiovaskulären Morbidität – falls sie existiert – für die Glitazone noch kein plausibler pathophysiologischer Mechanismus bekannt ist, ist ein solcher im Hinblick auf die ebenfalls neu ins Bewusstsein getretene mögliche Risikoerhöhung für das Erleiden einer Osteoporose unter Glitazonen gegeben. Wie Abbildung 1 x illustriert, wird die Differenzierung einer Knochenmarkstromazelle entweder in Osteoblasten oder – alternativ – (durch PPAR-g) in Adipozyten determiniert. Beim Beispiel der Inaktivität und Immobilisierung findet man eine RUNX2-induzierte Hemmung der Osteoblastengenese und gleichzeitig eine PPAR-g-abhängige Stimulierung der Adipogenese. Somit würde man als Effekt der PPAR-g-Stimulierung (z.B. durch Glitazone) erwarten, dass die Knochenmasse zu Lasten der ossären Fettgewebemasse abnehmen würde. Eine kürzlich erschienene, sorgfältig durchgeführte, aber kleine Studie hat gezeigt, dass das getestete Glitazon nach einem Beobachtungszeitraum von lediglich 14 Wochen E D I T O R I A L Schweiz Med Forum 2007;7:606–607 606

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