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Patientenbetreuung nach der chirurgischen Adipositasbehandlung
Author(s) -
S Vannini,
Zeno Stanga,
JM Heinicke
Publication year - 2007
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2007.06243
Subject(s) - medicine
Seit Beginn der 1980er Jahre hat sich in den USA der Anteil der Adipösen (BMI >30 kg/m2) mehr als verdoppelt. Die dortige Prävalenz der morbiden Adipositas (BMI >40 kg/m2) hat sich sogar fast verdreifacht (von 0,8% im Jahr 1990 zu 2,2% im Jahr 2000) [1]. Die beträchtliche Morbidität, Mortalität und die Kosten, welche die Sekundärfolgen der Adipositas verursachen, stellen heute in unserer westlichen Gesellschaft eines der zentralen Probleme des Gesundheitswesens dar. Bereits in den 50er Jahren wurden, basierend auf dem beobachteten Gewichtsverlust von Ulkuspatienten nach einer partiellen Gastrektomie, die Grundlagen der heutigen bariatrischen Chirurgie (grch. baros, Gewicht; grch. iatrikos, zur Heilkunst gehörend) entwickelt. Heutzutage ist die Effektivität der bariatrischen Chirurgie sowohl hinsichtlich der Gewichtsreduktion per se als auch bezüglich deren Sekundärfolgen (arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Hyperlipidämie, Schlafapnoesyndrom usw.) gut belegt [2–4]. Es handelt sich um technisch anspruchsvolle Operationen, die nur von spezifisch ausgebildeten Chirurgen, wenn möglich laparoskopisch, durchgeführt werden. Im Sinne eines zentralisierten nationalen Monitorings werden alle in der Schweiz vorgenommenen Eingriffe in einem von der Swiss Study Group for Morbid Obesity (SMOB) verwalteten Evaluationsregister zuhanden des Bundesamtes für Sozialversicherungen erfasst. In der Schweiz wird die in mehr als 50 Zentren angewandte bariatrische Chirurgie durch den Anhang 1 der «Krankenpflege-Leistungsverordnung» (KLV) geregelt (Tab. 1 p) [5]. Im Jahr 2005 wurden in der Schweiz ungefähr 1000 bariatrische Eingriffe durchgeführt, darunter 200 Magenbandund 750 Magenbypassoperationen, wobei die Tendenz für das Magenband klar fallend, jene für den Magenbypass entsprechend steigend ist. In den letzten fünf Jahren lässt sich eine jährliche Zunahme von etwa 10% der Gesamtzahl aller bariatrischen Eingriffe verzeichnen. Die Indikation für einen bariatrischen Eingriff wird durch ein interdisziplinäres Team (Ernährungsberatung, Psychiatrie, Chirurgie, Innere Medizin) gestellt, das die Patienten auch während der frühen postoperativen Phase betreut. Mit den mittelund langfristigen Komplikationen werden aber häufig Allgemeinpraktiker oder Internisten in der ambulanten Praxis konfrontiert, die oftmals über keine spezifische Ausbildung verfügen. Dieser Artikel soll eine Übersicht über die häufigsten praxisrelevanten Komplikationen eines bariatrischen Eingriffs sowie die weiteren diagnostischen und therapeutischen Massnahmen vermitteln. Quintessenz

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