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Aggression und Gewalt im ärztlichen Alltag. Teil 1
Author(s) -
Jill L. Wanner,
Robert Fischer,
W Tschan
Publication year - 2007
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2007.06235
Subject(s) - aggression , psychology , criminology , psychiatry
Ein grosser Teil der Gewaltopfer, insbesondere solche ausländischer Herkunft, kommt nicht mit dem Problem der Gewalt selbst zur Ärztin oder zum Arzt, sondern mit einer Vielzahl von Beschwerden, die oftmals körperlicher Art sind, wie Kopfschmerzen, Asthma, gastrointestinalen Symptomen und chronischen Schmerzen. An psychischen Störungen treten vor allem Depressionen, Suchterkrankungen und Angststörungen auf. Unter Patientinnen und Patienten, die einen Suizidversuch begangen haben, finden sich häufig Gewaltopfer, ebenso unter Frauen, die Kin-der misshandelt haben [32]. Insbesondere sollte bei den in Tabelle 6 p zusammengefassten Hinweisen an ein Gewalterleben gedacht werden [33, 34]. Entsteht bei einer Konsultation der Eindruck, dass eine Patientin Gewalt erfährt bzw. erfahren hat, sollte mit Feingefühl und Empathie, aber aktiv und direkt nachgefragt werden. Bestätigt das Opfer den Verdacht, sollte man versuchen, das Ausmass der Gefährdung abzuklären. Dabei sind folgende Aspekte zu beachten: Art und Dauer der Misshandlungen; vorhandene Verletzungen (evtl. auch unter den Kleidern versteckt); Angst davor, nach Hause zu gehen. Dann ist auch an die Sicherheit der Kinder zu denken. Ein wichtiger Teil der Abklärung ist ebenfalls die Information, die es dem Opfer erlaubt, seine Situation besser einzuschätzen. Dazu gehört unter Quintessenz

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