Onkologie: Zielgerichtet gegen das Nierenzellkarzinom?
Author(s) -
AF Ochsenbein
Publication year - 2007
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2007.06074
Subject(s) - medicine
Die Operation, Strahlenund Chemotherapie stellten bis anhin die Grundpfeiler der Krebstherapie dar. Durch neue molekularbiologische Methoden wurde es seit den 1980er Jahren möglich, molekulare Veränderungen in Krebszellen zu definieren, die für die maligne Transformation verantwortlich sind. Diese Veränderungen betreffen auf der einen Seite krebsinduzierende Onkogene und auf der anderen Seite Tumorsuppressorgene, die normalerweise die Krebsentstehung verhindern. Verschiedene dieser Onkogene sind Wachstumsfaktoren, konstitutiv aktive Wachstumsfaktor-Rezeptor-Tyrosinkinasen und Nichtrezeptor-Tyrosinkinasen. Das detaillierte Verständnis dieser intrazellulären Signalvermittlungskaskaden ermöglichte die Entwicklung neuer Medikamente, die zielgerichtet krebsspezifische Signalübermittlungswege hemmen. Eine solche zielgerichtete Therapie oder «targeted therapy» hat bereits in Form von monoklonalen Antikörpern und spezifischen Tyrosinkinasehemmern Einzug in die klinische Routine beim Mamma-, Kolonund beim nichtkleinzelligen Bronchuskarzinom, bei der chronischen myeloischen Leukämie sowie bei verschiedenen Lymphomen gefunden. Im vergangenen Jahr zeigten nun verschiedene Studien, dass die zielgerichtete Therapie auch beim metastasierenden klarzelligen Nierenzellkarzinom, einer bis anhin nur sehr schwer zu behandelnden Krebsart, therapeutisch effizient ist. Das Nierenzellkarzinom
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