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Atemstörungen im Schlaf - ein (behandelbarer) kardiovaskulärer Risikofaktor?
Author(s) -
Robert Thurnheer
Publication year - 2006
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2006.06022
Subject(s) - medicine , gynecology
die Indikation zur Therapie nur bei Betroffenen mit den Symptomen einer vermehrten Tagesschläfrigkeit gestellt wurde, muss neu stets auch der mögliche prognostische Nutzen abgewogen werden. Ein erhöhter oberer Atemwegwiderstand im Schlaf und Schlafapnoe müssen als Kontinuum mit einer Dosiswirkungsabhängigkeit verstanden werden. Dabei treffen behandelnde Ärztinnen und Ärzte auf neue Schwierigkeiten: Während es meist einfach ist, symptomatische Patienten mit Tagesschläfrigkeit zu behandeln, stösst man bei der rein prognostischen Indikation einer nasalen CPAP-Therapie (nasal continuous positive airway pressure, nCPAP) bei asymptomatischen Patienten meist auf Widerstand oder gar Ablehnung. Eine Behandlung sollte jedoch zumindest bei Personen mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse erwogen werden. Oft wird Tagesmüdigkeit aufgrund des schleichenden Beginns von den Patienten auch unterschätzt. Eine nCPAP-Behandlung bleibt aber letztlich doch einschneidender als beispielsweise die Einnahme einer blutdrucksenkenden Tablette, auch wenn die nasale Überdrucktherapie praktisch frei von relevanten Nebenwirkungen ist. Den in letzter Zeit erschienenen Studien und neuen Erkenntnissen wird in einer fünfteiligen Artikelserie Rechnung getragen. In einem ersten Beitrag werden die Untersuchungen über das obstruktive Schlafapnoesyndrom als Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse und deren Therapiemöglichkeiten besprochen. In dieser Arbeit kommen auch Alternativen zur nCPAP-Behandlung zur Sprache. Die Einflüsse von respiratorischen Schlafstörungen auf das endokrin-metabolische System werden in einem darauffolgenden Artikel erörtert. Das OSAS kann zwanglos unter die Krankheitsbilder eingereiht werden, welche mit erhöhter Insulinresistenz einhergehen. Pathophysiologische Erkenntnisse der Schlafapnoe als Modellerkrankung der endothelialen Dysfunktion und Atherogenese liefern die Grundlagen zum Verständnis der postulierten und bewiesenen kausalen Zusammenhänge. Die Bedeutung von zentralen Atemstörungen wie der Cheyne-Stokes-Atmung, deren Assoziation zur Herzinsuffizienz und mögliche Behandlungsoptionen werden eingehend erklärt. Aufgrund der vorliegenden Daten scheint der prognostische Nutzen der nCPAP-Behandlung bei obstruktiver Schlafapnoe höher zu sein als bei der mit Herzinsuffizienz assoziierten Cheyne-StokesAtmung. Die Zusammenhänge zwischen SchlafE D I T O R I A L Schweiz Med Forum 2006;6:1045–1046 1045

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