Akzidentelle Hypothermie: der transiente Tod
Author(s) -
R Sieber
Publication year - 2006
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2006.05994
Subject(s) - medicine
Die Prävalenz von Hypothermieunfällen ist nicht klar. In einer grossen Schweizer Serie wurden in einer Periode von 1980–1987 234 Fälle beschrieben [1]. In den Vereinigten Staaten sterben jährlich nahezu 700 Personen an den Folgen der Hypothermie, davon sind die Hälfte über 65 Jahre alt [2]. Obwohl die akzidentelle Hypothermie meist mit Gebirgsoder Badeunfällen assoziiert wird, stammt eine erhebliche Zahl von Patienten aus dem Flachland und aus städtischen Gebieten. Bei jüngeren Menschen ist das Krankheitsbild häufig verbunden mit einer Intoxikation. Dagegen spielen bei älteren Menschen oft schwierige sozioökonomische Begleitumstände und Polymorbidität eine ursächliche Rolle [3]. Es besteht kein absoluter Konsens zum Vorgehen bei dieser besonderen Reanimationssituation. In diesem Artikel wird vor allem abgestützt auf die Reanimations-Richtlinien des International Liaison Commitee on Resuscitation (ILCOR) unter Berücksichtigung der Revision 2005 der American Heart Association Guideline und den Empfehlungen der International Commission for Alpine Rescue (ICAR) [4, 5]. Die Überlegungen für den Praktiker vor Ort und die weitere Betreuung in der Notfallstation werden in diesem Beitrag vorgestellt. Jede Notfallstation sollte ein Konzept zur Betreuung von Hypothermiepatienten haben. Dazu gehört auch der vorbereitete Zugang zur nächst gelegenen extrakorporellen Bypassinfrastruktur (Transferaggrement-ECC). Nicht eingegangen wird auf die zusätzlichen Massnahmen beim mehrfachverletzten Patienten.
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