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Diagnostik und Therapie der Osteoporose. Teil 2. Präventive und therapeutische Massnahmen
Author(s) -
Christian Meier,
Markus J. Seibel,
ME Kraenzlin
Publication year - 2006
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2006.05939
Subject(s) - medicine , gynecology
Die Behandlung der Osteoporose umfasst die Frakturprophylaxe über eine Beeinflussung von Risikofaktoren bei Frauen und Männern ohne bisherige Erkrankung (Primärprävention), die Erfassung und Behandlung von Betroffenen, bei denen eine Osteoporose besteht, jedoch noch keine osteoporotische Fraktur aufgetreten ist (Sekundärprävention) sowie die Verhütung weiterer Frakturen bei Patienten, die bereits eine oder mehrere Frakturen erlitten haben (Tertiärprophylaxe). Die klinische Bedeutung der Osteoporose wird durch das Auftreten von Frakturen nach einem inadäquaten Trauma bestimmt. Entsprechend ist es das vordergründige Ziel, bei betroffenen Patienten die Frakturinzidenz zu reduzieren [1]. Die alleinige Zunahme der Knochendichte, welche unter verschiedenen therapeutischen Massnahmen beobachtet und häufig als Therapieverlauf hinzugezogen wird, erklärt nur zu ungefähr 25% den beobachteten Effekt auf das Frakturrisiko [2]. Andere frakturreduzierende Faktoren sind eine Hemmung des Knochenumbaus, Veränderungen der Knochenmineralisation und direkte Effekte auf die Kollagenstruktur. In den letzten 15 Jahren sind mehrere grosse plazebokontrollierte Doppelblindstudien mit dem klinischen Endpunkt neuer vertebraler und nichtvertebraler Frakturen, insbesondere bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose, publiziert worden. Dabei konnte für verschiedene medikamentöse Wirkprinzipien (Bisphosphonate, Raloxifen, Teriparatid) eine signifikante Reduktion der Inzidenz vertebraler Frakturen zwischen 30 und 65% dokumentiert werden [3]. Eine Reduktion nichtvertebraler Frakturen wurde insbesondere für die Bisphosphonate Alendronat und Risedronat sowie auch für Teriparatid gezeigt. Im klinischen Alltag richtet sich die Wahl eines spezifischen Therapeutikums nach dem individuellen Frakturrisiko und sollte unter Abwägung skelettaler und nichtskelettaler Medikamentenwirkungen bzw. -nebenwirkungen erfolgen [4]. In dieser Übersicht sollen primärund sekundärtherapeutische Massnahmen zusammengefasst werden und medikamentöse BehandlungsstrateQuintessenz

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