CME: Welches Fleisch an welchem Knochen?
Author(s) -
K Neftel
Publication year - 2006
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2006.05766
Subject(s) - medicine
ste ist und es vorerst auch bleiben dürfte [1]. Heute gibt es eine bis vor kurzem nicht gekannte Vielfalt an Fortbildungsvarianten. Welche Modalitäten sind hierbei wirksam? Die Wirksamkeit liegt sicher nicht primär an der Modalität. Ein gutes Qualitätsniveau der Substanz vorausgesetzt, sind die motivierenden und Nachhaltigkeit garantierenden Ingredienzen wie Interesse, Relevanz und persönlicher Einbezug entscheidend; wie übrigens schon immer. Unter diesem Gesichtspunkt kann auch die in die historische Ecke gedrängte Frontalpräsentation höchst wirksam sein. Wie soll man sich in der wachsenden Koexistenz der Möglichkeiten bewegen, und – für das SMF am wichtigsten – welche Rolle kann Gedrucktes neben der elektronischen Informationsflut (noch) spielen? Zum ersten Punkt: Es braucht einen guten Mix. Das ist zwar noch völlig trivial. Weniger trivial ist es für den einzelnen, diesen Mix individuell im vielfältigen und zunehmend inflationären Angebot zu finden. Einen Hinweis, wie entscheidend das sein könnte, gibt ein Review von Choudhry et al. [2]. Der unangenehme Befund: Ältere Ärzte mit mehr Erfahrung behandeln ihre Patienten mit schlechteren Resultaten. Es könnte durchaus sein, dass der Grund hierfür nicht nur in zu wenig Fortbildung besteht, sondern auch in zu ungeeigneter. Zum zweiten Punkt: Gutes Gedrucktes bildet ein Gegengewicht zu den elektronischen Informationsquellen. Die Information wird hier nicht durch die übergrosse Menge verdünnt. Ausserdem fällt es vielen schwer, am Bildschirm einen Text im Zusammenhang zu lesen und zu erfassen. Sogar wenn vom Löwenanteil der «Curriculum»-Artikel im SMF nur die Quintessenz gelesen wird, bleiben die Vorzüge eines guten Digest erhalten. Semper aliquid haeret – und oft animiert die Quintessenz zum Lesen des Artikels oder wenigstens eines Teils davon. Das SMF mit seiner flächendeckenden Verbreitung in der Schweiz hat ferner die Möglichkeit und Verpflichtung zu aussergewöhnlicher thematischer Breite. Zu diesem Zweck wollen wir nicht nur mit gelegentlichen neuen Rubriken neues Interesse generieren; ein zentrales Anliegen ist auch die Möglichkeit, das OnlineTool SMF-CME (www.smf-cme.ch), das bereits von der SGIM akkreditiert ist und von der SGAM empfohlen wird, durch weitere Fachgesellschaften zur Anerkennung als anrechenbare Form der Fortbildung prüfen zu lassen. Damit ist noch immer nicht gesagt, was gute CME ist. Um es einfach zu machen: CME ist gut, wenn sie dazu beiträgt, dass die wachsende Erfahrung die Qualität der medizinischen Dienstleistung tatsächlich verbessert und nicht zum «self-confirming memory» verkommt. E D I T O R I A L Schweiz Med Forum 2006;6:69 69
Accelerating Research
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom
Address
John Eccles HouseRobert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom