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CEA-Erhöhung bei Hypothyreose
Author(s) -
S Rothschild,
J Frei
Publication year - 2005
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2005.05603
Subject(s) - geology
Wir berichten von einer 54jährigen Patientin, bei welcher im Mai 2002 wegen neu aufgetretener blutiger Durchfälle eine Kolonoskopie durchgeführt wurde. Es fand sich ein polypoider Tumor im distalen Rektum, was histologisch den hochgradigen Verdacht auf ein Adenokarzinom nahe legte. Die Endosonographie ergab initial eine Klassifizierung als uT3 uN1. Ein Multi-Slice-CT des Abdomens zeigte keine Hinweise auf Fernmetastasen. Präoperativ wurde im Juni/Juli 2002 eine lokale Bestrahlung mit hyperfraktioniertem Schema durchgeführt. Der CEA-Wert vor Bestrahlung lag bei 9,9 ng/ml (Referenz: <5 ng/ml), nach der Radiatio bei 7,7 ng/ml. Am 18. Juli 2002 fand die abdomino-perineale Rektumamputation nach Miles statt. Histologisch konnte definitiv eine Klassifikation als Adenokarzinom des Rektums mit beginnender Infiltration in das perikolische Fettgewebe, ypT3, pNo (0/16), GII, erstellt werden. Anschliessend folgten sechs adjuvante Chemotherapiezyklen mit 5-Fluorouracil. Die Behandlung wurde am 15. April 2003 abgeschlossen. Kontrolluntersuchungen (Anamnese, Status, CEA-Bestimmung) wurden in den ersten beiden Jahren halbjährlich, danach jährlich empfohlen. Im Oktober 2003 zeigte sich ein leicht erhöhter CEA-Wert von 2,9 ng/ml (Referenz: <2,5 ng/ml), welcher bei der Nachkontrolle im Januar 2004 auf 4,0 ng/ml anstieg. Die Patientin klagte zu diesem Zeitpunkt über vermehrt auftretende Müdigkeit und Leistungseinbusse. Die Abdomensonographie war unauffällig, insbesondere fanden sich keine Hinweise auf Metastasen im Bereich der Leber oder der Lymphknoten. Im Mai 2004 stellte sich die Patientin erneut in der hausärztlichen Praxis vor, da sie sich weiterhin sehr müde fühlte. Die klinische Untersuchung war unauffällig, bei der zu diesem Zeitpunkt durchgeführten Kolonoskopie fand sich kein Tumorrezidiv. Der CEA-Wert war jetzt auf 4,4 ng/ml (Referenz: <2,5 ng/ml) angestiegen, zudem fand sich laborchemisch eine eindrückliche Hypothyreose mit einem TSH-Wert von 63,1 mcU/ml (Referenz: 0,1–4 mcU/ml), T3 0,87 nmol/l (Referenz: 0,91–2,67 nmol/l), T4 <12,9 nmol/l (Referenz: 58–155 nmol/l). Es wurde eine Schilddrüsensonographie veranlasst, die ein normal grosses Organ mit homogener Binnenstruktur zeigte. Unter der eingeleiteten Substitutionstherapie mit Eltroxin kam es innert Monatsfrist zu einer Normalisierung des TSH-Wertes (1,16 mcU/ml). Die Müdigkeitsund Abgeschlagenheitssymptome bei der Patientin waren deutlich regredient. Unter weitergeführter Substitutionstherapie lag der TSH-Wert im September dieses Jahres bei 5,33 mcU/ml, der zeitgleich bestimmte CEAWert hatte sich vollständig normalisiert und lag bei 2 ng/ml (Referenz: <2,5 ng/ml).

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