Hirn-SPECT bei epileptogenem Herd
Author(s) -
Flavio Forrer,
U Hohl,
Peter G. Fuhr
Publication year - 2004
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2004.05274
Subject(s) - herd , medicine , veterinary medicine
Ein 58jähriger Mann wurde wegen anfallsartiger Ereignisse hospitalisiert. Der Patient führt seit 1982 eine Heim-Hämodialyse durch. Die neuen Ereignisse traten wiederholt seit drei Monaten unter Dialyse auf. Das EEG zeigte im Anfall rechts okzipital Serien rhythmischer, langsamer Wellen, welche auf epileptische Anfallsaktivität hinweisen [1]. Die Verdachtsdiagnose einer partiellen Epilepsie mit komplex-partiellen Anfällen wurde gestellt. Differentialdiagnostisch wurde an ein Disäquilibriumsyndrom gedacht. Da die Anfälle regelmässig unter Dialyse auftraten, konnte problemlos eine iktale Hirn-SPECT mit 99mTc-ECD durchgeführt werden. Wir fanden eine Hyperperfusion temporoparietal rechts (Abb. 1 x). Eine Woche später haben wir eine interiktale Hirn-SPECT im dialysefreien Intervall angefertigt. Es fand sich dabei eine diskrete Minderperfusion an der korrespondierenden Stelle (Abb. 2 x). Die Verdachtsdiagnose einer partiellen Epilepsie mit komplex-partiellen Anfällen konnte somit bestätigt werden. Die Hirn-SPECT eignet sich sowohl zur Diagnostik, als vor allem auch zur Lokalisation einer fokalen Epilepsie [2]. Während sich interiktal meist eine umschriebene Minderperfusion zeigt, findet sich iktal nahezu immer eine umschriebene Hyperperfusion. Wird das Radiopharmazeutikum während des Anfalls injiziert, kann der Fokus in über 90% der Fälle lokalisiert werden [3]. Hirn-SPECT bei epileptogenem Herd
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