Neu im SMF: Das Molekular-Medizinische Teleskop
Author(s) -
R Krapf
Publication year - 2004
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2004.05224
Subject(s) - computer science
Redaktion und Verlag freuen sich, unseren Leserinnen und Lesern heute den ersten Artikel einer neuen Serie «Das Molekular-Medizinische Teleskop» ankündigen und vorstellen zu dürfen. Die molekular-biologische Revolution in der Grundlagenforschung wird gegenwärtig von der molekular-medizinischen Revolution in praktisch allen Bereichen der klinischen Medizin – ambulant und stationär – abgelöst. Genetische Tests sind im Begriff, Bestandteil vieler Risikoabklärungen und damit Grundlage der Sekundärprävention zu werden. Nur: Wie werden sie durchgeführt, welches sind die Chancen und Limitationen dieser Methoden? Die PolymeraseKetten-Reaktion (PCR) hat die genetische, aber auch die mikrobiologische Diagnostik präzisiert und beschleunigt. Aber: Wie führt man eine PCR durch, wo liegen ihre Stärken, gibt es auch Probleme damit? Revolutionen fressen oftmals nicht nur ihre Kinder, sondern vor allem jene, die unvorbereitet für die neuen Gegebenheiten und deren Konsequenzen sind. So hat die molekular-biologische Revolution unzählige Forschungsgruppen stillgelegt, weil diese nicht fähig oder willens waren, die neuen Methoden aufzunehmen und anzuwenden. Ein gleiches droht im Rahmen der molekular-medizinischen Revolution jenen ÄrztInnen, die diese neuen Erkenntnisse nicht in die Praxis umsetzen können. Es geht – wie immer in der klinischen Medizin – in erster Linie darum, die Indikation für den Einsatz molekular-medizinischer Diagnoseund Therapieverfahren richtig und verantwortungsbewusst zu stellen. Dies fällt leichter, wenn man mit den Grundlagen und Methoden der Molekularbiologie vertraut ist. Auch da stellt die molekulare Medizin keine Ausnahme dar! Der gezielte Einsatz von molekular-medizinischer Diagnostik und Therapie dient letztlich der besseren Behandlung von Patienten. Und dies war und ist immer noch beste Motivation zur Weiterbildung. Unwissen und fehlende Integration von innovativen Techniken sind jedoch selten Folge einer fehlenden Lernbereitschaft. Gesucht sind heute aber gute LehrerInnen der molekularen Medizin, die bereit sind, ihr Wissen grosszügig mit ihren KollegInnen zu teilen. Nicht zu vernachlässigen ist dabei, dass bereits die Sprachgewohnheiten der Molekularbiologen mit ihren vielen Anglizismen, Abkürzungen und skurrilen Wortschöpfungen die Kommunikation erschweren. Hier ist nicht nur didaktisches Geschick, sondern auch einfühlsame Übersetzungsarbeit gefragt. Die Artikelserie «Molekular-Medizinisches Teleskop» soll beitragen, eine Brücke des Erklärens zu schlagen. Sie soll Ihnen die klinisch wichtigsten molekular-medizinischen Grundlagen und Methoden allgemeinverständlich vorstellen. Das Ganze kommt gut dosiert in kleinen Bissen daher, die Sie einzeln geniessen können. Jede Woche etwas molekulare Medizin und Sie sind bald ein Experte! Redaktion und Verlag bedanken sich herzlich bei Frau PD Dr. Barbara Biedermann für diese Artikelserie. Wir in der Redaktion sind überzeugt, dass Sie den gleichen Spass an der Lektüre wie wir haben werden! Neu im SMF: Das Molekular-Medizinische Teleskop
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