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Vier Jahre Langzeitmorphin-Therapie bei nicht malignen Schmerzen
Author(s) -
H. Stoll,
Wolfgang Weber,
V Stäheli
Publication year - 2004
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2004.05115
Subject(s) - medicine , gynecology
Bei der Patientin handelt es sich um eine 43jährige allein erziehende Mutter eines 20jährigen Sohnes. Im Juni 1993 klagte die Patientin über Schmerzen im rechten Auge, welche im Frühjahr 1995 nach einer Schieloperation exazerbierten. 1996 wurde ein Ziliarkörperspasmus neuroophthalmologisch nachgewiesen. Die Schmerzen fluktuierten je nach Helligkeit und körperlicher Anstrengung. Im Dezember 1994 wurde zudem eine Pinealiszyste im Neurokranium diagnostiziert, welche aber bis heute (letzte MRIKontrolle im Sommer 2000) an Grösse und Lokalisation stabil blieb und deshalb auch nicht operiert wurde. Ein Zusammenhang zwischen der Zyste und den Ziliarkörperspasmen wurde seitens des Neurochirurgen als eher unwahrscheinlich bewertet. Als Nebendiagnosen figurieren ein postraumatisches Stresssyndrom (weshalb die Patientin in Psychotherapie steht) und eine seit Kindheit bestehende Migräne. Wegen der unstillbaren Schmerzen wurde in der Schmerzklinik mit Buprenorphin (Temgesic®) begonnen. Da die Wirkung nur ungenügend und wegen der kurzen Wirkungszeit des Medikamentes nicht dauerhaft war, begann der behandelnde Neurologe und die behandelnde Psychiaterin Mitte 1997 mit dem Einsatz von Morphin retard (MST®) in Kombination mit Diclofenac (Voltaren®), welches bei guter Verträglichkeit aber ohne wesentliche Wirkung bis auf 500 mg pro Tag gesteigert wurde. Als Adjuvans wurde gleichzeitig zur Muskelrelaxation Diazepam (Valium®) (2 mg/2 mg/8 mg) verordnet. Zu diesem Zeitpunkt bestand aufgrund der Schmerzen eine Suizidgefahr. Im Januar 1998 wurde die Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten betreffend Schmerzlinderung diskutiert: – Kann die Opiatdosis noch weiter gesteigert werden? – Kann bei einer jungen Patientin mit normaler Lebenserwartung eine Langzeit-Morphintherapie ohne grössere Probleme durchgeführt werden?

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