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Chronische Insomnie: Symptom oder Diagnose? (Teil 1)
Author(s) -
W Entenmann,
M Strub,
Jürg Schwander
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.05005
Subject(s) - medicine
Aus unserer Erfahrung im Umgang mit Schlafgestörten wissen wir, wie schwierig und zeitaufwendig es sein kann, sich in der Praxis ein Bild über eine Schlafstörung zu machen. Meist besteht die Schlafstörung schon längere Zeit, und die betroffene Person hat bereits alle Mittel der Familie, der Nachbarn, des Drogisten und aus dem Internet versucht und damit oft keine Verbesserung erfahren. Nun sitzt sie vor uns im Sprechzimmer mit wenig Hoffnung, dass wir ihr helfen können. Doch Schlafstörungen sind gut behandelbar – wenn wir nur einmal wissen, wo das Problem liegt und wie wir es angehen können. Aus dem Gespräch wird sich als erstes zeigen, ob unrealistische Erwartungen gegenüber dem Schlaf bestehen, was die Dauer und die Kontinuität betrifft, die notwendig ist, um eine genügende Erholung zu erreichen. Wir werden auch zu erfahren versuchen, ob ein Verhalten besteht (Schlafhygiene), das einen regelmässigen erholsamen Schlaf wenig unterstützt. Stehen diese Aspekte nicht im Vordergrund, wird sich die Frage stellen, ob die Einund Durchschlafstörung Folge einer erkennbaren spezifisch behandelbaren Erkrankung ist oder ob es sich um eine sogenannte «primäre» Insomnieform handelt. In der Praxis wird man versuchen, anhand einer möglichst einfachen Befragung (am besten wird vom Patienten ein Befragungsblatt ausgefüllt) die wichtigsten Ursachen von Insomnien zu erfassen. Zur Beurteilung und Dokumentation des Schlafes und später des Behandlungserfolgs wird es zudem notwendig sein, zumindest ein subjektives Mass der Schlafstörung und deren Folgen festzuhalten. Wir möchten dem Praktiker in diesem Artikel einfache Werkzeuge vorstellen, um insomnische Störungen besser beurteilen und behandeln zu können (als Hilfsmittel finden Sie auf unserer Homepage www.ksm.ch einen Fragebogen mit Interpretationsmöglichkeiten zum Herunterladen).

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