Peptische Störungen. Teil 2: Peptische Ulzera
Author(s) -
M Steuerwald,
R Meier
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.05003
Subject(s) - medicine
Das Adjektiv «peptisch» wird im heutigen klinischen Sprachgebrauch nur noch mit dem Wort «Ulkus» verwendet. Peptisch bedeutet «die Verdauung betreffend», Ulkus (lat. ulcus) bedeutet «Substanzverlust der Haut oder Schleimhaut». Mit dem Begriff der peptischen Ulkuskrankheit wird die Disposition umschrieben, Oberflächendefekte der Mukosa zu entwickeln. Ein Ulkus ist pathologisch-anatomisch ein Verlust der mukosalen Oberfläche, welcher mindestens bis in die Muscularis mucosae reicht, klinisch wird von einem Ulkus gesprochen, wenn dieser Oberflächenverlust mindestens 5 mm gross ist, dies in (arbiträrer) Abgrenzung zu kleineren Läsionen, welche Erosionen genannt werden. Peptische Ulzera kommen in der Schleimhaut des Magens, des Zwölffingerdarms, an gastrojejunalen Anastomosen und im Bereich ektoper Magenschleimhaut vor, beispielsweise in einem Meckel-Divertikel.
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