Chemotherapie des Ovarialkarzinoms
Author(s) -
Stefan Aebi,
BC Pestalozzi,
Beat Thürlimann
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.04991
Subject(s) - political science
Maligne Tumoren des Ovars sind in der Regel epitheliale Karzinome. Andere histologische Typen sind vergleichsweise selten und nicht Gegenstand dieser Übersicht. Ihre Behandlung ist wenig standardisiert, und die Chemotherapie nimmt, mit Ausnahme der Keimzelltumoren, keine wichtige Stellung ein. Auch bei Ovarialtumoren von geringem malignem Potential, so genannten Borderline-Tumoren, gehört die Chemotherapie nicht zur Routinebehandlung. Das invasive epitheliale Ovarialkarzinom, im folgenden Ovarialkarzinom genannt, ist eine häufige Neoplasie: Jährlich erkranken in der Schweiz etwa 600 Patientinnen [1]. Mangels einer effektiven Präventionsund Früherfassungsmethode werden in der Schweiz [2] wie in allen westlichen Ländern drei Viertel der Diagnosen erst in den fortgeschrittenen Stadien FIGO III und IV gestellt. Über 70% der Ovarialkarzinome sprechen auf eine Chemotherapie an [3–5]. Vollständige Remissionen, die mit «second look»-Laparotomie und histologischer Untersuchung dokumentiert worden sind, beobachtet man selbst bei grossen postoperativen Tumorresiduen (>1 cm maximaler Durchmesser) bei einem Viertel der Patientinnen [3]. Trotz offensichtlicher Wirksamkeit der Chemotherapie sind Rezidive sehr häufig. Die vorliegende Übersicht fasst den gegenwärtigen Stand der Chemotherapie zusammen und zeigt, in welchen Gebieten Verbesserungen der Behandlung dringend nötig sind.
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