Chronische Leukämien beim Erwachsenen: chronische lymphatische Leukämie und Haarzell-Leukämie
Author(s) -
Reinhard Zenhäusern,
Max Solenthaler,
A Tobler
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.04935
Subject(s) - medicine
Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) und die Haarzell-Leukämie (HCL) sind chronische lymphoproliferative Erkrankungen; in der aktuellen WHO-Klassifikation sind sie bei den reifzelligen B-Zell-Neoplasien eingeteilt. Gemeinsam ist die Akkumulation maligner lymphoider Zellen im Knochenmark mit Ausschwemmung ins periphere Blut und der in der Regel langjährige Verlauf – daher die Bezeichnung chronische Leukämien. Während neben der Splenomegalie bei der CLL die Lymphozytose dominiert, überwiegt bei der HCL die Panzytopenie. Für die HCL typisch ist das uniforme Krankheitsbild und der langjährige indolente Verlauf. Demgegenüber sind die klinischen Befunde bei der CLL vielfältiger, und die Prognose variiert enorm mit medianen Überlebenszeiten von wenigen Monaten bis weit über zehn Jahre. Die Heterogenität erklärt sich aus den neusten Erkenntnissen über die Pathogenese und Biologie der CLL. Zahlreiche klinische Studien etablierten die heute zur Verfügung stehenden guten Therapiemöglichkeiten, neue vielversprechende Therapieoptionen werden untersucht. Dieser Artikel gibt einen aktuellen Überblick über Klinik, Diagnostik und Therapie der CLL und HCL. Die chronische myeloische Leukämie wird zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der myeloproliferativen Erkrankungen abgehandelt.
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