Positronenemissions-Tomographie zur Darstellung der Pathophysiologie bei Erkrankungen des zentralen Nervensystemes
Author(s) -
B Schaller
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.04889
Subject(s) - medicine
Zeitgleich mit der Einführung von ComputerTomographie (CT) und Magnet-Resonanz (MR) in den früheren 70er Jahren wurden nuklearmedizinische Verfahren zur dreidimensionalen, bildgebenden Erfassung der mittels verschiedener Tracer eingebrachten Radioaktivitätskonzentration im Körper, die sog. Emissions-Computertomographien, entwickelt [1]. Dabei handelt es sich unter anderem um die Positronenemissions-Tomographie (PET), bei der Positronen emittierende Isotope verwendet werden. Weiterhin wurden in den letzten 20 Jahren eine Vielzahl neuer, jeweils unterschiedlicher Aspekte des zerebralen Stoffwechsels aufgreifender Radioliganden entwickelt, so dass sich mittels PET eine Vielzahl von zerebralen Stoffwechselwegen nicht invasiv erfassen und darstellen lassen. Entsprechend der grossen Bedeutung von CT und MR in der Routinediagnostik werden die funktionellen bildgebenden Verfahren, so auch die PET, hauptsächlich dort eingesetzt, wo die strukturabbildenden Verfahren die gewünschte diagnostische Information nicht oder nur ungenügend liefern können. In der klinischen Anwendung im zentralen Nervensystem wird PET zur Ergänzung diagnostischer und prognostischer Aussagen bei zerebrovaskulären Krankheiten (akute Ischämie, chronische Stadien der zerebralen Atherosklerose), deshalb hauptsächlich bei Schädelhirntrauma, fokalen Epilepsien, Demenzen, Depressionen, Schizophrenien, Basalganglienerkrankungen (M. Parkinson, Parkinsonsyndrom), intrazerebraler Raumforderung bei HIV-Infektion sowie Diagnose und Follow-up bei Hirntumoren, mehr oder weniger routinemässig eingesetzt (Tab. 1). Dies sind ausnahmslos Erkrankungen, die mit komplexen pathophysiologischen Prozessen einhergehen, wo funktionelle bildgebende Techniken einerseits zum weiteren Verständnis der zugrundeliegenden molekularen Mechanismen geführt und andererseits durch die verbesserte Diagnosemöglichkeiten die Etablierung weiterführender therapeutischer Strategien erlaubt haben. Als Beispiel sei in diesem Zusammenhang nur die Anwendung der PET-Technik in der Evaluierung der Gen-Therapie bei Hirntumoren erwähnt [2]. Gerade in Zeiten des erhöhten Kostenbewusstseins besteht diese Notwendigkeit, dass die routinemässige klinische Anwendung einer solchen diagnostischen, bildgebenden Methode Konsequenzen für das therapeutische Prozedere oder der prognostischen Aussage nach sich zieht.
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