Behandlung der Tuberkulose
Author(s) -
G Nicolet,
Thierry Rochat,
Zellweger Jp
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.04888
Subject(s) - medicine
Die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die mit den heute verfügbaren Mitteln geheilt werden kann. Durch eine korrekte Tuberkulosetherapie können nicht nur die Erkrankten geheilt, sondern es kann auch die Infektionskette von den Kranken auf die Gesunden unterbrochen werden. Die Behandlung der Kranken ist daher auch unter dem Aspekt der öffentlichen Gesundheit die wirksamste Massnahme und die beste Tuberkuloseprävention. Grundsätze zur Therapie gehören zu der durch die WHO empfohlenen Tuberkulosebekämpfungsstrategien. Ihr Ziel ist es, weltweit 85% der offenen Tuberkulosefälle zu heilen [1, 2]. In Ländern mit tiefer Inzidenz rechnen europäische Experten mit einer Heilungsrate von 95% [3]. Allerdings gibt es unter den Mykobakterien Erreger mit natürlicher Resistenz gegen Antituberkulotika. Die Selektion solcher resistenter Mutanten unter ungenügender Therapie (z.B. bei ungenügenden Blutspiegeln oder bei unzweckmässigen Medikamentenkombinationen) kann zur Bildung neuer, mehrfach resistenter Stämme führen. Wegen dieser Gefahr der Bildung resistenter Stämme gilt es, bei der Standardtherapie der Tuberkulose vier Grundprinzipien zu beachten: – Von Beginn weg eine vierfache Therapie anwenden. – Die Therapie lange genug fortführen. – Fixe Medikamentenkombinationen anwenden. – Strenge Kontrolle, ob der Patient die Therapie richtig durchführt. Gegebenenfalls kommt eine direkt überwachte Behandlung in Frage.
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