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Die Tuberkulose in der Schweiz
Author(s) -
Zellweger Jp
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.04881
Subject(s) - philosophy
Die Tuberkulose macht vor Grenzen nicht halt. Sie stellt weltweit eines der wesentlichen Gesundheitsprobleme dar und gehört bei Erwachsenen zu den wichtigen vermeidbaren Todesursachen [1]. Die Migration aus Ländern mit hoher in Gebiete mit tiefer Tuberkuloseinzidenz und die vielen Reisenden überall in der Welt haben vielerorts ihre Auswirkung auf die Tuberkulosehäufigkeit. Daher muss die epidemiologische Überwachung der Bevölkerung auch in Ländern aufrechterhalten bleiben, wo die Krankheit an sich selten geworden ist, wie in der Schweiz. Zudem müssen wir aus ethischen Gründen mit den Ländern, in denen die Krankheit immer noch häufig ist, solidarisch bleiben. Ständige Kontakte mit internationalen Organisationen, die sich weltweit mit der Tuberkulosebekämpfung befassen, wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Union Internationale contre la Tuberculose et les Maladies Respiratoires (UICTMR – IUATLD, wo die Lungenliga Schweiz zu den Gründerorganisationen gehört), sind sehr wichtig, damit wir an der Bekämpfung der Tuberkulose auf globaler Ebene teilnehmen können. So zeigen wir als Land, in dem die Tuberkulose nicht mehr auf der Liste der erstrangigen Gesundheitsprobleme figuriert, unsere Solidarität mit den Ländern, in denen die Tuberkulose immer noch ein grosses medizinisches und soziales Problem darstellt. Der erfreuliche Rückgang der Tuberkuloseinzidenz in der Schweiz hat allerdings zur Folge, dass auch die Erfahrung in der Betreuung von Tuberkulosepatienten abgenommen hat. Die Ärzte und Ärztinnen, welche Patienten mit Tuberkulose oder Verdacht auf Tuberkulose gegenüberstehen, brauchen daher Richtlinien, die auf Evidenz basieren und mit der internationalen Literatur im Einklang sind [2–4]. Solche Richtlinien sollen dem Arzt in der Praxis eine Hilfe sein und zum Voraus auf einige der zahlreichen Fragen eine Antwort bereit halten, die sich bei der Auseinandersetzung mit dieser immer noch zu recht gefürchteten Krankheit stellen. Die bestehenden Richtlinien müssen da und dort an unsere spezifische Situation angepasst werden, so an die tiefe Inzidenz, aber auch an die starken Migrationsbewegungen in der Schweiz. Die in den nächsten Nummern des Swiss Medical Forum veröffentlichten Texte sind auf Anregung des Bundesamtes für Gesundheit und der Lungenliga Schweiz von einer Gruppe von Experten verfasst worden. Sie sollen den gegenwärtigen Kenntnisstand zu Epidemiologie, Diagnose, Behandlung und Prävention der Tuberkulose zusammenfassen. Sie sind auch auf der Internetseite der genannten Organisationen abrufbar.

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