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Klinik und Diagnose der Tuberkulose
Author(s) -
O Brändli,
Guy Prod’hom,
Thierry Rochat,
Zellweger Jp
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.04879
Subject(s) - medicine
Die Diagnose der Tuberkulose beruht auf dem bakteriologischen Nachweis (gesicherte Fälle) oder aber auf klinischen und radiologischen Kriterien (Verdachtsfälle und nicht gesicherte Fälle) (Tab. 1). Beschwerden und Befunde hängen von Lokalisation, Ausdehnung sowie Krankheitsstadium ab (Tab. 2). Die Erstinfektion bzw. Primärtuberkulose verläuft oft symptomlos. Zeigt ein Patient Fieber, Unwohlsein und Gewichtsverlust, kann dies den Verdacht auf Tuberkulose wecken. Manchmal geht die Primärtuberkulose mit einer einseitigen hilären Lymphadenopathie, Parenchyminflitration und/oder Pleuraerguss einher. Ist die Initialphase vorüber, kann die Tuberkuloseinfektion nur noch aufgrund einer Konversion der Tuberkulinreaktion festgestellt werden. Aus unbekannten Gründen kommt es bei etwa 5% der Infizierten innerhalb einiger Wochen oder Monate zu einer Progression der Primärtuberkulose. Meist handelt es sich dabei um Kleinkinder oder um alte Personen oder aber um Personen mit defizientem Immunsystem. Bei einer weiteren Gruppe, ebenfalls etwa 5% der Infizierten, wird die Tuberkulose nach einer längeren Zeitperiode – mehreren Monaten oder Jahren – reaktiviert, meist mit pulmonaler, in 15% dieser Fälle aber auch mit extrapulmonaler Manifestation [1–4]. Der Arzt sollte bei Patienten mit verdächtigen Symptomen wie Husten über mehrere Wochen, Gewichtsverlust, Nachtschweiss an die Möglichkeit einer tuberkulösen Erkrankung denken, vor allem, wenn Risikofaktoren für eine Tuberkulose oder für die Reaktivierung einer alten Infektion vorliegen («think TB») (Tab. 3). Eine Reaktivierung der Tuberkulose kann Monate oder Jahre nach einer asymptomatischen Infektion stattfinden; typisch ist ein über Wochen oder Monate langsam zunehmender Husten, der allerdings bei Rauchern leicht übersehen wird (Tab. 4) [5]. Die klinische Untersuchung gibt kaum Hinweise auf einen Lungenoder Pleurabefall. Fieber beobachtet man bei Klinik und Diagnose der Tuberkulose

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