Der Lymphozytentransformationstest (LTT) in der Diagnostik von Medikamentenallergien
Author(s) -
U Weber-Mani,
WJ Pichler
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.04836
Subject(s) - philosophy
Praktisch jedes Medikament – und nicht nur «schulmedizinische»! – kann allergische Reaktionen auslösen. Man schätzt, dass Arzneimittelallergien für 1/6 bis 1/3 aller unerwünschten Arzneimittelwirkungen verantwortlich sind [1, 2]. Sie sind damit ein häufiges Problem im klinischen Alltag, wenn man bedenkt, dass bei ca. 15% aller hospitalisierten Patienten eine unerwünschte Nebenwirkung unter Pharmakotherapie auftritt [1]. Arzneimittelallergien können schwer, prolongiert oder sogar tödlich verlaufen. Die Schwierigkeit dabei liegt in der Tatsache, dass Arzneimittelallergien keineswegs immer «allergietypische» Symptome hervorrufen (z.B. Urtikaria, Angioödeme, Anaphylaxie). Vielmehr können sie zahlreiche verschiedene Krankheitsbilder imitieren, die nicht an einen immunologischen Mechanismus denken lassen und so in die Irre führen: «Drug-induced diseases can mimic practically every naturally occuring clinical disease» [3]. Hepatitis, Nephritis, interstitielle Pneumopathien, verschiedene Hautmanifestationen, Vaskulitis mit Befall prinzipiell aller Organe inkl. zentrales und peripheres Nervensystem, Goodpasture-Syndrom und Zytopenien sind Beispiele dafür. Wegen dieser Vielgestaltigkeit dürfte nicht selten die wahre Ursache verkannt, die adäquate Therapie verpasst bzw. eine inadäquate Behandlung eingeleitet werden.
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