z-logo
open-access-imgOpen Access
Kein Urin - was nun?
Author(s) -
C Hobi
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.04808
Subject(s) - computer science
Die täglich ausgeschiedene Urinmenge variiert stark und ist von diversen Faktoren (Flüssigkeitszufuhr, Menge und Art der Nahrung, Transpiration u.a.) abhängig. Einer reduzierten Urinmenge bis hin zur Anurie können nebst prärenalen und renalen Ursachen auch postrenale Ursachen zugrunde liegen. Denn eine Behinderung des Harnabflusses im oberen Harntrakt führt zu einer Verminderung der glomerulären Filtrationsrate. «Kein Urin» bedeutet nicht zwingend, dass kein Urin produziert wird, eine fehlende Urinausscheidung aus der Harnblase kann ebenfalls Ursache sein. Aus pathophysiologischen, diagnostischen und insbesondere therapeutischen Gründen ist die akute Harnverhaltung deshalb von der Anurie durch eine Niereninsuffizienz – insbesondere auch durch eine postrenale – zu unterscheiden, da bei ersterer die Blasenentleerung unmöglich ist, während bei der postrenalen Niereninsuffizienz die Urinproduktion durch Harnabflussbehinderung eingeschränkt wird. Beiden Entitäten gemeinsam ist die Forderung nach rascher diagnostischer Abklärung und Therapieeinleitung.

The content you want is available to Zendy users.

Already have an account? Click here to sign in.
Having issues? You can contact us here
Accelerating Research

Address

John Eccles House
Robert Robinson Avenue,
Oxford Science Park, Oxford
OX4 4GP, United Kingdom