Periinterventionelles Management der oralen Antikoagulation
Author(s) -
B Meier,
C Jende,
D Rikli,
P de Moerloose,
WA Wuillemin
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.04805
Subject(s) - medicine , nursing
Rund ein Prozent der Schweizer Bevölkerung hat eine orale Antikoagulation (OAK) [1]. Bei diesen Patienten muss zur Vermeidung von Blutungskomplikationen bei Operationen, zahnärztlichen Eingriffen sowie anderen diagnostischen und therapeutischen Interventionen die Antikoagulation unterbrochen bzw. entsprechend angepasst werden. Dies wirft Probleme auf, da a) die Unterbrechung der OAK mit einem Thromboembolie-Risiko einhergeht und b) bei Interventionen unter OAK ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht. Es gibt zur Zeit keine allgemein akzeptierten Richtlinien zum perioperativen Management der Patienten mit OAK. Die individuelle Einschätzung muss thromboembolische und hämorrhagische Risikofaktoren berücksichtigen [2, 3]. Im folgenden wird eine Möglichkeit zum periinterventionellen Management der OAK aufgezeichnet und anhand dreier Patienten konkret dargestellt. Mit dem Ziel, Patienten so lange wie möglich ambulant zu betreuen, bieten sich die niedermolekularen Heparine (NMH) an, vor allem im Falle eines Wahleingriffes. Die NMH sind einfach in der Anwendung, erfordern prinzipiell keine Laborkontrollen und können damit sehr einfach ambulant eingesetzt werden. In der deutschen Fassung der vorliegenden Arbeit wird auf die OAK mit Phenprocoumon eingegangen, da dies der gebräuchlichste Vitamin K-Antagonist in der deutschsprachigen Schweiz ist.
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