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Müssen wir uns vor den gross angelegten, kontrollierten Studien in Acht nehmen? Stellungnahme eines Klinikers
Author(s) -
A Bloch
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2003.04789
Subject(s) - medicine , gynecology
Der Patient war ein 41jähriger Bankangestellter, der 1980 das erste Mal in die Sprechstunde gekommen war. Er hatte keine kardialen Symptome, doch machte er sich Sorgen, denn sein Vater war vor kurzem im Alter von 64 Jahren an einem Infarkt gestorben. Er rauchte täglich ein Päckchen Zigaretten, sein arterieller Blutdruck betrug 155/95 mm Hg, sein Cholesterinspiegel lag bei 6,5 mmol/l, sein Gewicht war normal, er trieb keinen Sport. Die körperliche Untersuchung ergab abgesehen vom arteriellen Blutdruck ein normales Bild. Das EKG war normal. Der Patient erhielt in der Folge einige Ratschläge zur Verbesserung seiner Lebenshygiene; insbesondere wurde ihm empfohlen, das Rauchen aufzugeben und weniger tierische Fette zu essen. Der Patient kam 1990 wieder in die Sprechstunde. Er trieb nun etwas Sport, die anderen Risikofaktoren hatte er jedoch nicht verändert. Ein ergometrischer Test ergab ein normales Bild. Der Patient hatte von der präventiven Wirkung von Aspirin im Hinblick auf einen Infarkt gehört und fragte mich, was ich davon hielt. Ich musste eingestehen, dass es aufgrund der veröffentlichten Studien nicht möglich war, seine Frage zu beantworten. Der Patient wurde 1995 wegen eines akuten ausgedehnten Vorwandinfarkts hospitalisiert. Er erhielt sofort eine intravenöse Thrombolyse mit Streptokinase. Seit diesem Zeitpunkt verläuft die Entwicklung günstig.

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