Neuigkeiten aus der Viszeralchirurgie
Author(s) -
L Krähenbühl,
R Krapf
Publication year - 2003
Publication title -
swiss medical forum ‒ schweizerisches medizin-forum
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1424-4020
pISSN - 1424-3784
DOI - 10.4414/smf.2002.04741
Subject(s) - computer science
Mehrere Studien haben in den letzten Jahren gezeigt, dass Patienten mit Plattenepithelkarzinomen des mittleren und distalen Ösophagus (T3 und/oder N+) bei einer möglichen kurativen Resektion (RO) von einer präoperativen neoadjuvanten Radiochemotherapie profitieren. Dieser Effekt ist beim Adenokarzinom weniger ausgeprägt, weshalb hier der Versuch einer primären Resektion, wenn chirurgisch machbar, vorgezogen wird. Nach einem 2–4wöchigen Intervall werden die neoadjuvant behandelten Patienten anschliessend kurativ reseziert. Somit kann das 5-Jahres-Überleben von <10% auf 30–40% gesteigert werden [1]. Als operatives Vorgehen wird ein transhiataler Zugang bei den distalen (Adeno-)Karzinomen bevorzugt, während Tumore des mittleren Ösophagusdrittels über einen thorako-abdominellen Zugang en bloc entfernt werden (mit kompletter 2-FeldLymphadenektomie). Die Rekonstruktion erfolgt durch einen Magenhochzug (Fundusrotationsplastik) mit zervikaler Anastomose. Grosse Tumore des proximalen Ösophagusdrittels werden in der Regel durch eine alleinige kombinierte Radiochemotherapie behandelt, kleinere (bis T2) primär reseziert. Erstmals konnten Macdonald et al. [2] in einer prospektiv randomisierten Studie zeigen, dass eine adjuvante Radio-Chemotherapie das rezidivfreie Intervall und das mediane Überleben beim Magenkarzinom verbessern kann. Hauptkritikpunkte dieser amerikanischen Studie sind die inkomplette oder gar fehlende (D2) Lymphadenektomie und die hohe abdominelle Bestrahlungsdosis im Operationsgebiet. Dies führt zu erheblichen toxischen Nebenwirkungen mit Einschränkung der Lebensqualität. Die Resultate dieser Studie müssen durch andere überprüft und bestätigt werden.
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